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BMW: Das Fahrer-Auto

Norbert Reithofer: BMWs Mann mit Erfahrung

Die Zahlen der vergangenen Jahre zeigen steil nach oben. Treibende Kraft hinter dem globalen Aufstieg von BMW ist ein Mann: Norbert Reithofer. Seit 2006 ist Reithofer nun als Vorstandsvorsitzender der Mann am Steuer der Bayerischen Motorenwerke. Der 1956 im oberbayerischen Penzberg geborene Reithofer trat kurz nach der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 im eigenen Land die Nachfolge von Helmut Panke an.

Studium mit Autos im Blick

Ein großes Interesse für Autos und Maschinen besitzt er jedoch schon deutlich länger. Nach seinem Fachabitur beginnt Norbert Reithofer 1974 ein Studium für Maschinenbau an der Hochschule in München, bevor er wenig später an die Technische Universität wechselt, um dort Fertigungstechnik und Betriebswissenschaft zu erlernen. Kurz nach seinem Abschluss stellte Reithofer – nun ein ausgebildeter Diplom-Ingenieur – die ersten Kontakte her, die ihm später bei seinem Aufstieg bei BMW deutlich weiterhelfen sollten.

Knapp drei Jahre arbeitete er Mitte der 1980er Jahre als wissenschaftliche Hilfskraft unter Joachim Milberg, damals Professor an der TU in München und später langjähriges Vorstandsmitglied beim Münchener Autobauer, der auch heute noch als Aufsichtsratchef im gleichen Unternehmen tätig ist.

Der Aufstieg von Norbert Reithofer

1987 trat dann auch Reithofer in die Münchener Traditionsmarke ein und konnte sich schnell in leitende Positionen vorarbeiten. Während der 1990er war der heutige Erfolgsmanager beispielsweise Technischer Direktor von BMW Südafrika und später Präsident der BMW US Manufacturing Company. Im März 2000 folgte der Wechsel in den Vorstand der BMW AG, zunächst als Verantwortlicher für den Sektor „Produktion“.

Unter seiner Mithilfe wandelte sich der Autobauer vom nach der Trennung der Tochtergesellschaft Rover schwächelnden Konzern zum Autobauer mit den produktivsten Werken in Europa. Der Schritt an die Spitze des gesamten Konzerns war seither nur eine Frage der Zeit.

2006 wird Reithofer zum Chef

Als der Aufsichtsrat dem damaligen Chef Helmut Panke 2006 signalisierte, dass es für ihn keine Vertragsverlängerung geben würde, sprang Reithofer ein und konnte den Unternehmensstatus als Premium-Weltmarke seitdem weiter ausbauen.

2012 konnte das Unternehmen unter seiner Leitung somit Rekordwerte verzeichnen. So stieg der Umsatz um 11,7% auf 76,8 Mrd. €, der Nettogewinn stieg ebenfalls um mehrere Prozent auf 5,1 Mrd. € an.

Für seine Leistungen für das Unternehmen wurde Reithofer bereits von mehreren Stellen geehrt. Zu seinen Auszeichnungen gehören so beispielsweise die Ehrendoktorwürde der TU München sowie das Ritterkreuz der Ehrenlegion.

Sein Engagement bei BMW zahlt sich für ihn jedoch auch finanziell aus. Seit mehreren Jahren zählt Reithofer zu den Top 10 der Bestverdiener von deutschen Unternehmen. Im Geschäftsjahr 2012 soll Reithofer laut Unternehmensangaben rund 6,6 Mio. € verdient haben – ein Plus von 7,6% im Vergleich zum Jahr zuvor.

Kurzprofil BMW bildet zusammen mit Mercedes-Benz und Audi das weltweit bekannte Trio der deutschen Premium-Automobil-Hersteller. 1913 als Rapp Motorenwerke gegründet, zählt BMW heute zu den größten und umsatzstärksten Unternehmen Deutschlands. Die Fahrzeug-Palette reicht dabei vom Kompaktwagen der 1er-Reihe bis zur Luxus-Limousine, dem 7er. Zum Konzern gehören außer der Kernmarke BMW auch der Kleinwagen-Hersteller MINI sowie die Luxusmarke Rolls Royce.

BMW ist als Gründungs-Mitglied des Deutschen Aktien-Index seit 1988 im DAX vertreten (WKN 519000).
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