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Der Kranich der Lüfte

Es ist eines der bekanntesten Logos Deutschlands: der Kranich der Lufthansa. Designer Otto Firle, der das Logo 1918 entwarf, war außerdem als Architekt tätig. Von ihm stammt beispielsweise das Gebäude der Nordstern-Versicherung am Fehrbelliner Platz in Berlin. > Mehr...

lufthansa© nitpicker/Shutterstock

Lufthansa: Der Kranich der Lüfte

Kurzprofil Die Deutsche Lufthansa AG mit Sitz in Köln ist einer der größten Konzerne im Bereich der zivilen Luftfahrt weltweit. Neben dem Angebot von Passagierflügen ist der Konzern mit der Tochter-Gesellschaft Lufthansa Cargo auch im Luftfracht-Geschäft tätig. Neben der Haupt-Fluggesellschaft Lufthansa gehören auch die Marken Austrian Airlines, Swiss International Air Lines und Germanwings zum Unternehmen. Der heutige Konzern ist dabei kein offizieller Nachfolger der „alten" Deutschen Lufthansa AG, welche von 1926 bis 1945 aktiv war, sondern verwendet nur die alten Namensrechte.

Die Deutsche Lufthansa ist seit 1988 im DAX vertreten (WKN 823212).
Deutsche Lufthansa AG
14,91 €
-0,14-0,91 %
  • ISIN: DE0008232125
  • WKN: 823212
Chart
  • 1T
  • 1M
  • 3M
  • 6M
  • 1J
  • 3J
  • 5J
Kurs (Daten der Börse Stuttgart)
Letzter14,9 €
Zeitpunkt16.10.2019 11:12
Tief14,75 €
Hoch15,14 €
Eröffnung15,06 €
Briefkurs14,87 €
Geldkurs14,87 €
Kennzahlen
Dividenden Rendite5,34 %
KGV3,32
Performanz
Hoch 52 Wochen22,74 €
Tief 52 Wochen12,6 €
1 Jahr-18,36 %
3 Jahre62,7 %
5 Jahre50,33 %
Vorstandsportrait

Christoph Franz: Durch Scheitern nach oben

Er gilt als sehr ruhiger Mensch, zielstrebig und zurückhaltend. Doch dank Lufthansa-Chef Christoph Franz ist die größte Fluggesellschaft Europas wieder turbulenzfrei unterwegs. Dass Franz nun seit 2011 diesen Posten bekleidet, war zu Beginn seiner Karriere nicht wirklich abzusehen. Diese sah nämlich zunächst einen Weg in den Chemiesektor für ihn vor.

Christoph Franz: Studium in Berkeley

Franz entschloss sich jedoch für ein Studium als Wirtschaftsingenieur, was ihm die große weite Welt öffnete. Unter anderem studierte er im US-amerikanischen Berkeley – eine Topadresse, in der auch Apple-Mitbegründer Steve Wozniak oder der norwegische Kronprinz Haakon studierten.

Mehrere Unternehmen bemühten sich um den erfolgreichen Absolventen, die Schwärmerei eines Mitstudenten für die Deutsche Lufthansa gab schlussendlich den Ausschlag. 1990 trat Franz dem Unternehmen bei, welches er 21 Jahre später als Chef übernehmen würde.

Innerhalb weniger Jahre erwarb sich Franz den Ruf eines unermütlichen Arbeiters, der als Teil eines Sanierungsteams die angeschlagene Lufthansa auch durch unbeliebte Maßnahmen zurück auf die Spur bringen sollte. Bereits hier lernte er den damaligen Konzernchef Jürgen Weber und seinen Vorgänger im Amt des Vorstandsvorsitzenden, Wolfgang Mayrhuber, kennen.

Die Flucht zur Deutschen Bahn

Durch seine harte Vorgehensweise wurde Franz bei Kollegen jedoch immer unbeliebter, ein Jobangebot bei der Deutschen Bahn brachte ihm einen Ausweg, den er dankend annahm. Hier stieg er schnell vom Leiter eines Regionalbereiches in höhere Positionen auf und wurde später zum Strategiechef des Konzerns ernannt.

Dabei wurde er immer getrieben vom Wunsch, sich selber und den Konzern zu verbessern – ein Charakterzug, der ihn oftmals anecken ließ und ihm vor allem in den Chefetagen nicht nur Freunde verschaffte.

Und auch bei der Kundschaft kam die – teilweise heute noch gültige – Preisreform der Bahn, die Christoph Franz maßgeblich durchsetzte, nicht gut an. Nachdem der öffentliche Druck 2003 schon den damaligen Bahnchef Hartmut Mehdorn zum Rücktritt zwang, folgte die Entlassung von Franz nur wenig später. Auch wenn die Entlassung für ihn nur schwer nachzuvollziehen war, ebnete sie seinen Weg des Aufstiegs.

Von Swiss zurück zur Lufthansa

Wenig später wurde er – auch dank deutlichem Zuspruch von Jürgen Weber – zum Chef der Fluggesellschaft Swiss gewählt, welche er durch deutliche Einschnitte bei Personal, Flotte und Fluglinien von Grund auf sanierte. Letztendlich bewarb sich Franz damit auch für den Vorstandsposten der größten Fluggesellschaft auf dem Kontinent – jedoch folgte er dem Ruf 2011 nur zögerlich.

Auch in seinem neuen Beruf gilt Franz als zielstrebiger Hardliner, der erst in diesem Jahr deutliche Stelleneinsparungen bekanntgab – zum Widerwillen der Belegschaft. Auch die Umstellung des Kurzstreckenverkehrs auf die Tochtergesellschaft Germanwings war ein Schritt auf dem Weg zu einer deutlichen Umsatzsteigerung. Bis 2015 soll der Gewinn deutlich ansteigen – seine Unternehmensstrategie hatte Christoph Franz bisher schon einige Erfolge beschert.

Hauptversammlung
Datum HVSchlusskurs
zur HV
DividendeDividendenrendite in %
27.04.201715,81 €0,50 €4,06%
28.04.201614,02 €0,50 €3,43%
29.04.201512,13 €0,00 €0,00%
29.04.201418,62 €0,45 €2,92%
07.05.201315,75 €0,00 €0,00%
08.05.20129,26 €0,25 €2,72%
03.05.201115,26 €0,60 €3,67%
29.04.201012,65 €0,00 €0,00%
24.04.20099,60 €0,70 €6,26%
25.04.200818,06 €1,25 €6,86%
18.04.200722,37 €0,70 €3,36%
17.05.200614,26 €0,50 €4,00%
25.05.200510,55 €0,30 €2,84%
16.06.200411,21 €0,00 €0,00%
18.06.200310,90 €0,60 €6,83%
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