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Stahl "Made in Germany"

Die Wurzeln von ThyssenKrupp liegen bereits während der Industrialisierung Deutschlands im 18. und 19. Jahrhundert. Der Einfluss der Vorgänger-Unternehmen wurde dabei so groß, dass deren Vorstände führende Positionen in der Politik übernahmen. > Mehr...

Thyssen Krupp RED – shutterstock_1058019626© nitpicker / shutterstock.com

ThyssenKrupp: Stahl "Made in Germany"

Kurzprofil ThyssenKrupp mit Sitz im nordrhein-westfälischen Essen entstand 1999 aus der Fusion der Thyssen AG mit der Friedrich Krupp AG Hoesch Krupp. Aktuell konzentriert sich das Unternehmen auf 2 Kerngebiete: Materials, in dem Stahl und Edelstahl verarbeitet werden, und Technologies, das sich auf Anlagenbau, Aufzüge und Werften konzentriert.

ThyssenKrupp ist seit 1999 im DAX vertreten (WKN 750000).
ThyssenKrupp AG
9,54 €
+0,18+1,84 %
  • ISIN: DE0007500001
  • WKN: 750000
Chart
  • 1T
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Kurs (Daten der Börse Stuttgart)
Letzter9,53 €
Zeitpunkt16.08.2019 21:55
Tief9,27 €
Hoch9,57 €
Eröffnung9,42 €
Briefkurs9,6 €
Geldkurs9,53 €
Kennzahlen
Dividenden Rendite1,57 %
KGV5,3
Performanz
Hoch 52 Wochen23,13 €
Tief 52 Wochen9,26 €
1 Jahr-51,83 %
3 Jahre-55,4 %
5 Jahre-52,94 %
Vorstandsportrait

Heinrich Hiesinger: Der „Stahl-fremde“ Retter

Unter Experten ist es längst klar: Kaum ein DAX-Vorstand hat einen so schwierigen Job wie Heinrich Hiesinger, Vorstandschef von ThyssenKrupp. Und die Aufgabe, die vor ihm liegt, ist durch den Tod des Firmenpatriarchen Berthold Beitz im Sommer 2013 nicht geringer geworden. Vor allem die Stahlwerke in Brasilien und den Vereinigten Staaten hängen wie ein Damoklesschwert über seinem Amtsantritt. Mehr als 12 Milliarden Euro sollen die beiden Werke ThyssenKrupp gekostet haben, deutlich mehr als veranschlagt.

Und auch sonst zeigt sich der Konzern im neuen Jahrzehnt durchweg chaotisch. Durch Misswirtschaft und falsche Investitionen befindet sich das Eigenkapital von ThyssenKrupp im freien Fall. Von ehemals 12 Milliarden Euro sind 2013 nunmehr 3 Milliarden Euro geblieben. Und vor allem die Krupp-Stiftung, der weiterhin die Mehrheit des Unternehmens gehört, könnte sich bei entscheidenden Rettungsmaßnahmen querstellen.

So scheint es beinahe unausweichlich, dass der Konzern weitere Aktien ausgeben muss, um an Kapital zu kommen. In diesem Fall dürfte jedoch der Anteil der Krupp-Stiftung unter die 25 %-Marke sinken, die Möglichkeit einer feindlichen Übernahme wäre so gegeben. Experten sind zweigespalten, ob der Konzern diesem Schritt zustimmen wird.

So konzentriert sich Hiesinger 2013 vor allem darauf, die Stahlwerke in Amerika zu veräußern – zu einem Bruchteil der entstandenen Kosten zwar, aber immerhin wäre ThyssenKrupp so das schwarze Loch losgeworden, in dem die Gelder der Investoren seit Jahren verschwinden.

Heinrich Hiesinger: Der ruhige Analytiker

Heinrich Hiesinger geht auch diese Aufgabe gradlinig und ruhig an, ein Novum in der Stahlindustrie aus dem Ruhrpott. Waren vorher laute und ominpräsente Vorstandschefs an der Tagesordnung, geht Hiesinger einen anderen Weg. Stattdessen leitet er den Umbruch innerhalb des Konzerns behutsam an. So überzeugt er den übermächtigen Berthold Beitz im leisen Gespräch, den bisher genutzten Konzernjet im Hangar stehen zu lassen. Keiner seiner Vorgänger hatte sich das getraut, Hiesinger kommt damit durch.

Bei seiner klaren Linie schreckt Hiesinger jedoch auch nicht davor zurück, sich selber Feinde zu machen. So stellte er kurz nach seinem Amtsantritt fest, dass die Ausgaben für die Konzernverwaltung zu hoch ausfielen. 3000 Arbeitnehmer mussten gehen, die Hälfte von ihnen in Deutschland. Trotz kurz aufflammender lauter Kritik ist der neue Chef dennoch im Konzern beliebt. So spricht man ihm beispielsweise die Gabe zu, Menschen mitzunehmen und authentisch zu sein.

Von Siemens zu ThyssenKrupp

Eigenschaften, die seinen Vorgängern gefehlt hatten und die Hiesinger bereits während seiner Kindheit auf einem Bauernhof in Baden-Württemberg erlernte. Nach einem Studium an der Technischen Hochschule in München wechselte er Anfang der 1990er zu Siemens, wo er 2007 in den Vorstand berufen wurde. 2010 folgte der Wechsel zur ThyssenKrupp AG, ein Jahr später der Schritt zum Vorstandsvorsitzenden.

Die Angst vieler Mitarbeiter und Investoren, Heinrich Hiesinger könnte im Haifischbecken ThyssenKrupp mangels Erfahrung im Stahl-Sektor zerfleischt werden, hat er seitdem widerlegt. Da wundert es nicht, dass er sich ehrgeizige Ziele setzt. So soll die Eigenkapitalquote von derzeit 8 % auf 20 % steigen, so schnell wie möglich. Im Konzern sind sie überzeugt, dass Hiesinger der richtige Mann für diese Aufgabe ist.

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