FXdirekt: Entschädigung fällt höher aus

Statt eines aktuellen Marktthemas gibt es heute zuerst einmal einen Nachtrag zum gestrigen Thema.

Entschädigung fällt höher aus

Dankenswerter Weise hat mich ein Leser darauf aufmerksam gemacht, dass meine Ausführungen zum Thema Entschädigung nur zum Teil vollständig waren.

Neben der gesetzlichen Einlagensicherung durch den EdW die max. 90% der Einlage, jedoch höchstens 20.000 Euro beträgt, gilt es noch die (mögliche) Insolvenzquote zu berücksichtigen.

Diese Information war mir zwar bekannt, ich habe jedoch aufgrund der niedrigen Insolvenzquoten, die es üblicherweise zu vermelden gibt, auf diese verzichtet, sozusagen wegen Geringfügigkeit.

Eine Recherche von mir ergab jedoch, dass die historischen und durchschnittlichen Insolvenzquoten bei Finanzdienstleistern, wie der FXdirekt Bank, ganz im Gegensatz zu anderen Bereichen, in der Tat 35% betragen.

Ich gebe zu, dass ich mit einer derlei hohen Quote absolut nicht gerechnet habe. Deshalb an dieser Stelle noch einmal die Konkretisierung: Neben der gesetzlichen Entschädigung erhält der Anleger – auch bei Einlagen von über 20.000 Euro – seinen der Insolvenzquote entsprechenden Anteil!

Herzlichen Dank an dieser Stelle für den Leserhinweis (mein Video von gestern dazu finden Sie hier:). Sollten neue Informationen zur FXdirekt Bank bereitstehen, werde ich Sie natürlich informieren.

Der Euro verhält sich, wie wir es erwartet haben

Die kommerziellen Händler (das „smart money“) sind weiter short im Euro und der Euro hat seinen negativen Saisonaltrend, der circa bis Ende Januar/ Anfang Februar anhalten wird und den wir zwischen den Jahren besprochen haben, eingeschlagen.

Die Marke von 1,30 sollte kurzfristig halten und einen Pullback in Richtung 1,31, vielleicht sogar 1,315 erlauben. Hier sind dann aber Shortpositionen ratsam.

Aufgrund der kurzfristig deutlich überverkauften Situation bieten sich daher meines Erachtens aktuell sehr kurzfristige Longs an. Allerdings liegt die Betonung dabei eindeutig auf sehr kurzfristig!

Zwar scheint das gestrige Absacken eine technische Korrektur nahe zu legen (auf die der erwähnte Pullback folgt) aber nach diesem kleinen Intermezzo wird es sich der Euro wieder in seinem Winterschlaf gemütlich machen.

Die zum Jahresanfang eröffneten mittelfristigen Shorts bei 1,325 sollten nun mindestens auf Einstand abgesichert werden!

Denn, Sie erinnern sich, man sollte sich auch daran orientieren, wie die Commercials gerade stehen. Und auch dort ist man sich einig: Es hat die Stunde für Short-Positionen geschlagen.

Mehr zu diesem Thema können Sie sich im heutigen Video ansehen

 

4. Januar 2013

Heiko Seibel
Von: Heiko Seibel. Über den Autor

Jahrelang hat Chefanalyst, Diplom-Kaufmann und Master of International Economics Heiko Seibel in internationalen Brokerhäusern in Singapur und Hongkong gearbeitet und besucht noch heute regelmäßig Unternehmen in Südostasien. Sein Spezialbereich: CFDs.