Alles ist relativ

Heute werfen wir einen Blick auf einen relativen Währungschart. Ein Relativchart bedeutet, dass wir uns einfach nur die prozentualen Veränderungen anschauen.

Ich habe Ihnen die wichtigsten Euro- und Dollar-Währungspaare mitgebracht. Im Video sehen Sie die Entwicklung dieser Währungspaare seit Anfang des Jahres.

Es ist nützlich, solche Charts regelmäßig anzuschauen, um ein Gefühl für die allgemeine Stimmung am Währungsmarkt zu bekommen. Außerdem lassen sich so aus der Momentum-Perspektive gute Kauf-Kandidaten mit einer hohen Trenddynamik entdecken.

Eine starke Leistung vom Euro

Der Blick auf den Euro reduziert sich meist nur auf sein Verhältnis zum US-Dollar. Sicherlich nicht zu Unrecht, denn im EURUSD gehen 60% des täglichen Devisenumsatzes über den Tisch.

Auf Jahressicht 2013 liegt der Euro derzeit bescheidene 2,5% im Minus gegenüber dem US-Dollar. Das war es aber auch schon.

Gegen die restlichen Währungen notiert der Euro satt im Plus: Zwischen 1% gegen den Forint aus Ungarn und 16% gegen den Rand auf Südafrika. Dazwischen liegen Yen und Australischer Dollar mit 10% bzw. 6%.

Da kann man nur sagen: Das ist eine starke Leistung, Euro!

Die Stärke des US-Dollars

Das gilt auch für den Greenback. Der US-Dollar, von vielen Marktteilnehmern und Massenmedien mehrfach totgesagt, lebt noch – und wie.

Beim Blick auf den Relativchart sieht man die neue Stärke des Dollars in voller Breite. Es gibt praktisch keine relevante Währung in diesem Jahr, die stärker ist als der Greenback.

Die größten Loser kommen aus den Rohstoffländern: AUD, CAD und ZAR (Südafrikanischer Rand). Sicher auch aus Japan, aber dort will man den Yen unbedingt und mit aller Macht abwerten.

Auch die Nebenschauplätze im Auge behalten

Die beiden Giganten Dollar und Euro sind also zurück. Es lohnt sich für Sie als Trader allerdings, Ihren Blick nicht zu stark auf das Giganten-Duell zu richten.

Obwohl der Euro schwächer als der US-Dollar ist, hat er gegenüber den anderen Währungen deutliche Stärke gezeigt.

Sie sollten also auch die Nebenschauplätze nicht vergessen, denn hier könnten sich für Sie interessante Chancen ergeben.

Mehr zu diesem Thema können Sie sich im heutigen Video ansehen.

11. Juli 2013

Heiko Seibel
Von: Heiko Seibel. Über den Autor

Jahrelang hat Chefanalyst, Diplom-Kaufmann und Master of International Economics Heiko Seibel in internationalen Brokerhäusern in Singapur und Hongkong gearbeitet und besucht noch heute regelmäßig Unternehmen in Südostasien. Sein Spezialbereich: CFDs.