Auf DAX-Wende vorbereiten!

Nach meinem „Marktausblick 2013“ befindet sich der DAX per heute in einem zeitlichen Wendefenster.

Zyklischer Ausblick: Wendepunkt im DAX

Meinen zyklischen und saisonalen Berechnungen folgend, sollte der DAX um den 07.01.2013 nach unten abdrehen und sogar sein Jahreshoch bilden. Eine solche Entwicklung wäre für ein US-Nachwahljahr nicht unüblich.

Bei diesen zyklischen Analysen kann es eine zeitliche Toleranz von 2 Tagen geben, sodass wir also spätestens am Dienstag oder Mittwoch dieser Woche im DAX für eine Wende bereit sind.

Freilich leitet sich diese Aussage durch die Analyse der historischen Verläufe bei den amerikanischen Börsen ab, allerdings ist die Korrelation zwischen DAX und Wall-Street nach wie vor hoch und insofern lässt sich eine derlei mutige Aussage auch für den DAX treffen.

DAX hat Kursziel erreicht

Schauen wir uns nun den genauen Kursverlauf des DAX an. Der Markt hat rein preistechnisch sein Kursziel von 7814,5 Punkten praktisch erreicht und nur um 6 Punkte verfehlt.

Die Saisonalität dreht nach unten und ist somit im Einklang mit der zyklischen Prognose.

Der markttechnische Zustand ist weiterhin als deutlich übergekauft zu beschreiben und zudem bewegt sich der Markt seit dem „fiscal cliff“ Kurssprung vom 03.01.2013 in einer Handelsspanne von lediglich 80 Punkten.

Von Seiten der Vola wird sich in den nächsten Tagen also einiges tun!

Ideal wäre ein starker Montag, dem ein „reversal“ am Dienstag folgt und den Markt auf einem Wochentief schließen lässt.

Wendepunkt wahrscheinlicher als Fortsetzung der Aufwärtsbewegung

Es ist allerdings nicht auszuschließen, dass sich der Markt noch weiter nach oben in Richtung des nächsten Kursziels bei etwa 8019,0 Punkten bewegt.

Allerdings sieht es vor allem im Hinblick auf die Intermarket-Beziehungen so aus, als würde im DAX tatsächlich ein Wendepunkt mit folgender Abwärtsbewegung kommen.

Wichtig ist aber: Wir befinden uns aktuell im Topping-Bereich. Wenn Sie nun also aussteigen, werden Sie vermutlich nicht viel verpassen.

Eine weitere Möglichkeit ist in der aktuellen Konstellation natürlich auch der Wechsel auf die spekulative Shortseite mit ETFs, CFDs oder Optionsscheinen.

Mehr zu diesem Thema können Sie sich im heutigen Video ansehen.

7. Januar 2013

Heiko Seibel
Von: Heiko Seibel. Über den Autor

Jahrelang hat Chefanalyst, Diplom-Kaufmann und Master of International Economics Heiko Seibel in internationalen Brokerhäusern in Singapur und Hongkong gearbeitet und besucht noch heute regelmäßig Unternehmen in Südostasien. Sein Spezialbereich: CFDs.