Aussie vor deutlicher Schwäche

Schon seit längerer Zeit gibt es eine Währung, die Trader im Auge behalten sollten.

Der Australische Dollar „Aussie“ ist sowohl von den Commitment of Trader-Daten als auch von der reinen charttechnischen Betrachtung her aktuell sehr interessant.

Eine teure Währung

Der Australische Dollar zählt nach den allgemeinen Maßstäben der „fair value“ Berechnung bei Währungen zu den teuersten Währungen der Welt.

Das sieht man mittlerweile auch in den Charts. Sowohl gegen den US-Dollar, als auch gegen den Euro zeichnen sich mittelfristige Trendwenden ab.

Australischer Dollar und US-Dollar

Schauen wir uns erst einmal das langfristige Bild von Australischem Dollar und US-Dollar im Wochenchart an.

Auffallend sind zunächst der heftige Abwärtstrend und seit dem Tief im Jahr 2008 der langfristige Aufwärtstrend, der sich bis jetzt fortgesetzt hat.

Dabei sieht es für den Aussie nicht sonderlich gut aus: Auffallend ist ein massiver Widerstand im Bereich 1,06, an dem sich der Australische Dollar nun schon sehr oft den Kopf gestoßen hat.

Wir haben mehrfach versucht, die gelb gestrichelte Abwärtstrendlinie zu brechen, sind aber nie darüber gekommen. Nun fallen wir wieder zurück auf den langfristigen Aufwärtstrend, der im Bereich 1,02 liegt.

Wenn dieser langfristige Aufwärtstrend nicht halten sollte, dann hat der Aussie massiv Luft nach unten. Dann können die Kurse also deutlich in die Tiefe gehen – es droht ein Absturz bis in den mittleren 80iger-Bereich.

Australischer Dollar und Euro

Ähnlich sieht es für den Australischen Dollar im Vergleich mit dem Euro aus: EURAUD steht derzeit bei 1,29 an einer Weggabelung.

Schafft der Euro den Sprung über diesen mittelfristigen Abwärtstrend, dann sind Kurse bis in den Bereich von 1,40 möglich – und zwar ohne Probleme.

Im Chartverlauf ist außerdem eine inverse Schulter-Kopf-Schulter-Formation zu erkennen – auch das deutet ein Potenzial nach oben an. Der Aussie hat also noch massiv Platz nach unten.

In den nächsten Wochen sollten Trader also unbedingt die Entwicklung des Australischen Dollars weiter verfolgen.

Die Schwäche der Währung von „Down Under“ gegen die großen Währungsblöcke Euro und US-Dollar lässt deshalb nichts Gutes für den Aussie in den kommenden Monaten erahnen. Hier sehe ich einen strategischen Short für das Jahr 2013.

Mehr zu diesem Thema können Sie sich im heutigen Video ansehen.

28. Januar 2013

Heiko Seibel
Von: Heiko Seibel. Über den Autor

Jahrelang hat Chefanalyst, Diplom-Kaufmann und Master of International Economics Heiko Seibel in internationalen Brokerhäusern in Singapur und Hongkong gearbeitet und besucht noch heute regelmäßig Unternehmen in Südostasien. Sein Spezialbereich: CFDs.