Dax – Im Bann der Notenbanken

Am heutigen Handelstag waren mal wieder die globalen Notenbanken im Fokus der Anleger. Seitens der Bank of Japan, wurde das Programm zum Ankauf von Wertpapieren deutlich ausgeweitet.

Zudem verabschiedet sich die BoJ vom Leitzins als maßgeblicher geldpolitischer Kenngröße und will stattdessen auf die Geldbasis achten. Diese radikale Veränderung wurde vom asiatischen Nikkei mit einem Kursfeuerwerk gefeiert.

Demnach stieg die Hoffnung auf weitere Maßnahmen der europäischen Zentralbank. Der Leitzins blieb wie erwartet unverändert.

Wie üblich richteten sich die Blicke auf die Pressekonferenz rund um Mario Draghi und dieser konnte heute nicht wirklich überzeugen.

EZB am Ende der Kräfte?

Wer die heutige Pressekonferenz verfolgt hat, dürfte vielleicht nicht direkt gleicher Meinung sein. Allerdings wirkte Mario Draghi doch ein wenig hilflos. Er wirkte deutlich skeptischer als vor 4 Wochen.

Auf eine Aussage kann sich aber stets verlassen werden: Mario Draghi wird so lange wie nötig die expansive Geldpolitik aufrechterhalten. Kein Wunder, schließlich war er derjenige, welcher ehemals im Sommer 2012 sagte:

„Die EZB werde alles Notwendige tun, um den Euro zu erhalten und glauben Sie mir – es wird ausreichen.“

Wie dem auch sei, Mario Draghi musste den weiterhin bestehenden Risiken zustimmen und verwies auf eine schrittweise Erholung der europäischen Konjunktur im zweiten Halbjahr.

Wenn Sie die letzten Pressekonferenzen der Vormonate verfolgt haben, dürfte ihnen auffallen, dass nun schon kein exakter Punkt für das zweite Halbjahr definiert wurde, welches ehemals der Fall war.

Nach der Pressekonferenz tummeln sich bereits die ersten Spekulationen, rund um eine mögliche Zinssetzung mit Blick auf die nächste Sitzung der EZB.

Angesichts der nicht wirklich zufriedenstellenden Fortschritte innerhalb der EU, folgt nun der mögliche Versuch an der Zinsschraube zu drehen. Viel Platz nach unten, ist bei einem aktuellen Stand von 0,75% auch nicht mehr.

Doch genug von der EZB, denn es gab noch durchaus weitere Themen bzw. Konjunkturdaten, welche den Markt beeinflussten.

US Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe enttäuschen

Die Zahl der US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe ist in der Woche bis zum 30. März überraschend auf 385.000 gestiegen.

Dies entsprach einem Viermonatshoch. Wie das US-Arbeitsministerium am Donnerstag mitteilte, legte die Zahl der Erstanträge im Wochenvergleich um 28.000 zu.

Analysten hatten im Konsens hingegen mit einem Rückgang auf 354.000 gerechnet. Der Vorwochenwert lag bei 357.000.

Der heutige Handelstag im Dax

Sollten Sie die gestrige Ausgabe verpasst haben und Sie interessieren sich u.a. auch für den übergeordneten Blickwinkel, so lohnt ein Blick auf die gestrige Ausgabe. Doch nun zum heutigen Handelstag.

Natürlich hatte die EZB Pressekonferenz auf den Tagesverlauf im Dax große Auswirkungen.

Ich hatte es bereits gestern deutlich thematisiert und explizit auf den Rücklauf an das 62er Retracement hingewiesen und auf eine nicht auszuschließende Beendigung der Erholung.

Dies scheint sich nun mit dem Rückfall unter 7.870 Punkte bestätigt zu haben.

Demnach ist meine gestern dargestellte Analyse, zum kurzfristigen und auch natürlich übergeordneten Dax Blickwinkel unverändert gültig. Wir behalten den Dax wie gewohnt gut im Auge.

Commerzbank – Kein Kaufinteresse der Anleger vorhanden

Es ist mehr als eindeutig: Obwohl sich die Aktie gerade auf dem Tief von 2012 bewegt, scheint sich kein Investor für das Commerzbank Papier zu interessieren.

Sie kennen mein Ziel: Die 1,00€ Marke wird in 2013 kurzzeitig fallen, wie schon Anfang 2013 erwähnt.

Mehr zu diesen Themen wie gewohnt im Daily Dax Video.

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4. April 2013

Von: John Gossen. Über den Autor

John Gossen ist Profi Trader. Er bestreitet seit Jahren seinen Lebensunterhalt durch das Handeln an den Aktienmärkten. Seinen Schwerpunkt hat der Trading-Experte auf den Handel mit Indizes gelegt.

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