DAX im Seitwärtsmarkt

Heute beschäftigen wir uns mit dem DAX. Hier ist in den letzten Wochen eigentlich nicht viel passiert.

Mit einer langen Seitwärtsbewegung und einem kurzen Ausbruch nach oben mit folgender leichter Abwärtsbewegung war die Kursentwicklung recht unspektakulär. Trotzdem lohnt sich ein Blick auf das aktuelle charttechnische Bild.

Ausbruch nach oben mit fallenden Umsätzen beim DAX

Der DAX ist weder Fisch noch Fleisch. Dem Index gelang per gestern ein Ausbruch aus der Schiebezone nach oben. Vor allem wurde ferner ein erstes Kursziel von 7.750 Punkten praktisch erreicht.

Dieser Breakout ist aber – wenn man genau hinschaut – kein wirklicher Breakout. Ich vermisse ansteigende Umsätze. Diese gingen stattdessen zurück, weshalb dem Ausbruch zu misstrauen ist.

Wann sich eine Shortposition lohnen könnte

Meine Kurzfristindikatoren zeigen mir einen bereits wieder übergekauften Marktzustand an, was dafür spricht, dass der Widerstand bei 7.750 Punkten vermutlich kurzfristig halten wird und so eine unmittelbare Umkehr des Marktes nach Süden problemlos möglich ist.

Insbesondere würde eine freundliche Eröffnung oberhalb dieser Widerstandsmarke meine Aufmerksamkeit erlangen. In diesem Fall wäre eine Shortposition angebracht.

Die Saisonalität spricht gegen steigende Kurse

Interessant für die weitere Entwicklung beim DAX ist außerdem die Saisonalität. In den letzten Tagen ist die Saisonalitätslinie noch leicht gestiegen, ab Mitte Februar geht sie aber deutlich nach unten.

Ab dann wendet sich die Saisonalität also noch etwas stärker gegen einen steigenden Kurs, so dass die Korrektur (oder der Beginn des neuen Abwärtstrends?) meines Erachtens nach noch länger andauern wird.

Erste Trendsignale mittelfristiger Art entstehen bei einem Ausbruch unter 7.550 Punkte bzw. oberhalb der 7.890 Punkte. Derzeit traue ich dem Markt letzteres nicht zu. Demnach liegen die Risiken auf der Unterseite.

Mehr zu diesem Thema können Sie sich im heutigen Video ansehen.

14. Februar 2013

Heiko Seibel
Von: Heiko Seibel. Über den Autor

Jahrelang hat Chefanalyst, Diplom-Kaufmann und Master of International Economics Heiko Seibel in internationalen Brokerhäusern in Singapur und Hongkong gearbeitet und besucht noch heute regelmäßig Unternehmen in Südostasien. Sein Spezialbereich: CFDs.