DAX keilt sich weiter ein

Kurz vor dem Wochenende werfen wir einen Blick auf den Deutschen Aktienindex DAX.

Relative Schwäche des DAX

Der DAX hinkt der Börsenentwicklung in den USA weiter hinterher.

Während die Börsen in den USA – zumindest was die Standardmärkte betrifft – auf Allzeithochs notieren, schaffte der DAX nicht einmal mehr den Sprung über die 8.000er-Marke. Das nennt man dann relative Schwäche.

Bärischer Keil: Ein Zeichen für einen Trendwechsel

Zwar ist der Weg nach oben immer noch möglich, allerdings sieht die Lage beim DAX durchaus gefährlich aus.

Blicken wir auf die letzten Monate im Jahr 2012 zurück und verbinden die signifikanten Extrempunkte, dann erkennen wir einen Keil. Dieses Muster entwickelt sich durch zwei aufeinander zulaufende Trendlinien.

Ein solcher Keil steht, sofern er in Aufwärtstrends vorkommt, für einen Trendwechsel. Die einzige Voraussetzung: Der Markt muss unter die untere Keillinie fallen.

Und genau hier notiert der DAX gerade eben. Im Bereich 7.820 Punkte verläuft die entscheidende Linie. Wichtig für Sie ist es, dass diese Linie heute zum Wochenschluss nicht unterschritten wird, sofern Sie dem Bullenlager angehören.

Neues Kursziel am Startpunkt des Keils

Sollte dem nicht so sein, dann droht dem Markt ein Rutscher nach Süden. Keile werden in der Regel nämlich zu 100% korrigiert. Das typische Kursziel liegt in diesem Fall also beim Start des Keils.

Und das Muster, das sich aktuell beim DAX bildet, beginnt bei – halten Sie sich fest – 6.970 Punkten. Das heißt, es könnte für den DAX fast 1.000 Punkte nach unten gehen. Diese Entwicklung muss natürlich nicht eintreten, ist aber durchaus möglich.

Ein Blick auf die Indikatoren

Weitere Hinweise liefern die Indikatoren. Der Trendintensitätsmesser weist auf einen recht trendlosen Markt hin. Somit ist sowohl das Abprallen als auch das Durchsacken an der Trendlinie plausibel.

Die Saisonalität ist bis nächste Woche noch relativ freundlich, allerdings läuft sie schon bald wieder nach unten. Nur der Momentum-Indikator sieht positiv aus.

In welche Richtung es für den DAX gehen wird ist also nicht ganz klar. Fest steht aber: Die nächsten Wochen könnten doch ungemütlicher werden als man glauben mag. Sie sollten deswegen die weiteren Entwicklungen genau beobachten.

Mehr zu diesem Thema können Sie sich im heutigen Video ansehen.

5. April 2013

Heiko Seibel
Von: Heiko Seibel. Über den Autor

Jahrelang hat Chefanalyst, Diplom-Kaufmann und Master of International Economics Heiko Seibel in internationalen Brokerhäusern in Singapur und Hongkong gearbeitet und besucht noch heute regelmäßig Unternehmen in Südostasien. Sein Spezialbereich: CFDs.