DAX mit großer Langeweile

Heute geht es um den DAX. Aktuell befindet sich der Index in einer Situation, die nicht gerade einfach zu deuten ist.

Enge Handelsspanne seit Jahresbeginn

Der DAX hat seit Jahresanfang wirklich wenig zu bieten.

Vernachlässigen wir den „Fiscal-Cliff“ Tag zu Jahresanfang, dann handelt der Markt in einer engen Spanne zwischen 7.800 und 7.500 Punkten. Das ist wenig, wenn man bedenkt, dass das Jahr immerhin schon 2 Monate alt ist.

Der Weg nach unten ist frei…

Wichtig sind demnach die obere und untere Begrenzung der Handelsspanne. Nach oben scheint der Markt jedoch durch mehrere Widerstände erst einmal gedeckelt zu sein.

Es ist für mich nur schwer vorstellbar, dass der Markt so ohne weiteres durch dieses Geflecht an Widerständen läuft – ich meine hierzu bräuchten wir mindestens einen Katalysator à la „QE-5“.

Nach unten öffnet sich beim Bruch der Marke von 7.500 Punkten das Tor in Richtung 7.200 Punkte.

Hier liegt einerseits das rechnerische Kursziel der Formation und andererseits ein noch offenes Gap vom letzten November, welches es zu schließen gilt.

Insgesamt sieht es so aus, als ob sich der DAX in einer Situation befindet, die eine Gipfelbildung mit sich bringt. Darauf deuten auch 2 Regressionslinien hin, die immer weiter zusammenlaufen.

Indikatoren zeigen ein unentschlossenes Bild

Bei der Analyse helfen gewöhnlich einige Indikatoren. Aktuell liefern die kurzfristigen Indikatoren aber nicht gerade viele Hinweise.

Die Saisonalität beispielsweise zeigt für die kommenden Tage – wie könnte es anders sein – ein unentschlossenes Bild. Ähnlich sieht es auch beim ADX-Indikator aus, denn auch hier ist kein eindeutiger Trend zu erkennen.

Eine Möglichkeit für einen Trade wäre in der aktuellen Situation eine antizyklische Shortposition, sofern der Kurs wieder etwas ansteigt.

Der Einstieg für Trader ist aber nicht gerade leicht, da wir uns immer noch in einer Seitwärtsbewegung befinden und hier klare Signale und Hinweise nicht leicht zu finden sind.

Aus diesem Grund ist dieser Markt aktuell – wenn überhaupt – nur für kurzfristige Trader empfehlenswert.

Der DAX bleibt also bis zum Ausbruch aus der Handelsspanne ein eher langweiliger Markt.

Mehr zu diesem Thema können Sie sich im heutigen Video ansehen.

28. Februar 2013

Heiko Seibel
Von: Heiko Seibel. Über den Autor

Jahrelang hat Chefanalyst, Diplom-Kaufmann und Master of International Economics Heiko Seibel in internationalen Brokerhäusern in Singapur und Hongkong gearbeitet und besucht noch heute regelmäßig Unternehmen in Südostasien. Sein Spezialbereich: CFDs.