DAX mit schwächelnden Setups

Zum Start in die neue Woche schauen wir uns heute die Lage beim DAX an. Dafür habe ich Ihnen einen Wochenchart mitgebracht, den Sie sich im Video genauer ansehen können.

Ein Ausbruch nach oben ist möglich

Der DAX handelt nach wir vor in seiner Handelsspanne zwischen 8.250 und 8.450 Punkten. Sicherlich lässt der Chart einen Ausbruch nach oben zu.

Einem solchen Ausbruch würden dann neue Jahreshochs folgen. Dennoch gibt es ein großes Aber in diesem Szenario, denn einiges spricht gegen den Ausbruch des DAX nach oben.

Was gegen einen Ausbruch spricht

Zunächst einmal zeigen die Setups auf Wochenbasis klar negative Strukturen an. Das können Sie an der braunen Akkumulations/Distributions-Linie erkennen.

Diese zeigt, ob der Markt tatsächlich gekauft wird oder ob es nur das sogenannte „Smart Money“ ist, das kauft.

Die Linie der Akkumulation hinkt deutlich den Preisen hinterher. Das ist etwas besorgniserregend, denn die Preise ziehen nach oben und somit entsteht eine Negative Divergenz.

Das ist natürlich nicht unterstützend für einen Marktaufschwung sondern ein Zeichen von Schwäche.

Saisonalität und Intermarkets

Hinzu kommt, dass die Saisonalität bis in den späten September hinein nach unten weist. Das zeigt die Saisonalitätslinie, deren genauen Verlauf Sie sich im Video ansehen können.

Diese Linie wurde aus historischen Daten über die Kursentwicklungen in der Vergangenheit ermittelt und zeigt typische Muster im Jahresverlauf.

Wichtig sind auch die Intermarkets, also der Vergleich mit den benachbarten Märkten. Hier ist deutlich zu erkennen, dass der DAX aktuell im Vergleich zum Rentenmarkt und zum US-Dollarindex überbewertet ist.

Insgesamt sollten Sie also nicht zu überschwänglich neue DAX-Höchststände erwarten, denn es gibt aktuell einige negative Faktoren.

Vergessen wir aber nicht, dass an der Börse Preise gehandelt werden und keine Setups.

Sollte es dem Markt also gelingen, über die Barriere bei 8.450 hinaus auszubrechen, dann stehen zumindest neue Jahreshochs um 8.550 auf der Agenda – schwächelnde Setups hin oder her!

Mehr zu diesem Thema können Sie sich im heutigen Video ansehen.

19. August 2013

Heiko Seibel
Von: Heiko Seibel. Über den Autor

Jahrelang hat Chefanalyst, Diplom-Kaufmann und Master of International Economics Heiko Seibel in internationalen Brokerhäusern in Singapur und Hongkong gearbeitet und besucht noch heute regelmäßig Unternehmen in Südostasien. Sein Spezialbereich: CFDs.