DAX und EURUSD

Zum Start in die neue Woche ging es an den Börsen eher ruhig zu.

Das ist nicht sonderlich überraschend, denn gestern war in den USA nicht nur Martin Luther King Day, es fand außerdem die Inauguration-Party von Präsident Barack Obama statt.

Typischerweise ist die Börse in Amerika an solchen Tagen geschlossen, und in Europa verläuft alles dann meist auch ruhig.

Heute schauen wir uns den DAX und den Euro genauer an. Im Video sehen Sie den Kursverlauf des DAX oben, darunter in blauer Farbe das Währungspaar EURUSD. Die Korrelation der beiden ist hier deutlich zu erkennen.

DAX entwickelt sich seit Jahresanfang positiv

Der DAX ruhte sich am gestrigen Montag aus. Der Feiertag in den USA verschaffte dem DAX die verdiente Verschnaufpause. Bei geringen Umsätzen notierte der Markt leicht freundlicher.

Auf den ersten Blick sieht die DAX-Bewegung seit Jahresanfang positiv aus. Es scheint sich eine Konsolidierungsformation in Form einer Flagge gebildet zu haben.

Ein Verlassen derselben nach oben hätte unweigerlich ein Kursziel von 8.000 Punkten zur Folge.

Der Euro schwächelt etwas

Einzig der Euro, der dem DAX wie das Hündchen dem Herrchen hinterher läuft, scheint ein wenig schlapp zu machen.

Die Gemeinschaftswährung packt es derzeit nicht, die Marke von 1,33 hinter sich zu lassen. Es droht ein kurzfristiges Doppeltop und somit fallende Kurse.

DAX und Euro weiterhin genau beobachten

Aufgrund der (leicht) kritischen Intermarket-Divergenz sollten Anleger bei einem DAX-Ausbruch auch einen Blick auf den Euro richten. Zieht dieser mit, dann verleiht dies dem Signal eine gewisse Qualität.

Hinkt der Euro dem DAX hinterher und fällt beispielsweise unter das Tief von letzter Woche, dann droht Gefahr. – Die Zeichen, die wir beim DAX zu sehen glauben, könnten in diesem Fall eine Art Falle sein, die aufgrund der Illiquidität am gestrigen Handelstag entstanden ist.

So oder so, die geringen Kursschwankungen in den letzten Wochen lassen einen „big move“ in Kürze erwarten. Ob die Bewegung dann nach oben oder unten geht, bleibt abzuwarten.

Mehr zu diesem Thema können Sie sich im heutigen Video ansehen.

22. Januar 2013

Heiko Seibel
Von: Heiko Seibel. Über den Autor

Jahrelang hat Chefanalyst, Diplom-Kaufmann und Master of International Economics Heiko Seibel in internationalen Brokerhäusern in Singapur und Hongkong gearbeitet und besucht noch heute regelmäßig Unternehmen in Südostasien. Sein Spezialbereich: CFDs.