DAX von nun an abwärts!

Heute starten wir mit einem Blick auf den Aktienindex DAX in die neue Woche.

So schnell kann es gehen: Am Freitag haben wir noch über die Gefahr der Keilbildung beim DAX gesprochen, nur damit der Markt dann am Nachmittag Fakten schafft.

Bärkeil nach unten aufgelöst

Sicherlich lag der Trigger bei den US-Arbeitsmarktdaten, die schlechter als erwartet ausgefallen sind. Aber über die Gründe von Marktbewegungen lässt sich wie immer trefflich streiten.

Jedenfalls ist der DAX nach unten ausgebrochen und hat somit den Bärkeil, der sich seit mehr als drei Monaten gebildet hat, regelkonform nach unten aufgelöst.

Damit hat sich ein Top gebildet, der Trend ist nun nach unten gerichtet und das neue Kursziel liegt etwas über 6.900 Punkten, weil Keile in der Regel zu 100 % korrigiert werden.

Da wird der Markt schon mehr als die (nach wie vor) positive Medienberichterstattung brauchen, um wieder nach oben zu drehen.

Bounce nach oben ist möglich

Bei rund 7.650 Punkten liegt die nächste Auffangzone. Sie sollte meines Erachtens nach halten, denn kurzfristig ist der Markt schon wieder kräftig überverkauft.

Es könnte sich ein Bounce anschließen, der wiederum bis in den 7.800/7.900-Punkte-Bereich führen kann. Dann jedoch sollte der Markt nach unten abtauchen und in den Bereich der 6.900 Punkte fallen.

Wochenchart: Bärische Divergenzen und Verkaufssignale

Der Blick auf den Wochenchart liefert weitere Hinweise. Wir haben 2 Verkaufssignale generiert.

Erstens ist der mittelfristige Trend, der seit Mai 2012 besteht, gebrochen worden. Der Markt hatte diese Trendlinie zuvor bereits 9 Mal getestet und ist nun doch nach unten durchgefallen.

Zweitens sind wir auch unter das alte Jahreshoch von 2011 im Bereich 7.700 Punkte gefallen.

Ein Blick auf die Markttechnik zeigt außerdem: Hier sind nach wie vor bärische Divergenzen am Werk, die den Markt nach unten drücken sollten.

Insgesamt wird es also für den DAX erst einmal nach unten gehen – kleinere Pullbacks sind natürlich immer möglich.

Daher wird es sich für DAX-Anleger nunmehr lohnen, Bestände eng abzusichern und nach dem Prinzip „Sell The Rallye“ zu verfahren.

Mehr zu diesem Thema können Sie sich im heutigen Video ansehen.

8. April 2013

Heiko Seibel
Von: Heiko Seibel. Über den Autor

Jahrelang hat Chefanalyst, Diplom-Kaufmann und Master of International Economics Heiko Seibel in internationalen Brokerhäusern in Singapur und Hongkong gearbeitet und besucht noch heute regelmäßig Unternehmen in Südostasien. Sein Spezialbereich: CFDs.