DAX weiter schlapp

Heute geht es um die Entwicklungen beim Deutschen Aktienindex am Anfang des neuen Monats Juni.

Der DAX tut sich schwer

Der DAX tut sich in der letzten Zeit schwer mit weiteren Hochs. Zu sehr ist der Markt übergekauft und zu ungünstig sind die Chancen- und Risikoverhältnisse für Investoren.

Zwar waren die Entwicklungen am vergangenen Donnerstag nicht schlecht, aber der Schlusskurs vom Freitag lässt wenig Hoffnung zu: Der Markt schloss quasi auf dem Tiefpunkt bei rund 8.300 Punkten.

Damit kommt die wichtige Unterstützung bei 8.280 Punkten immer näher. Sollte sie fallen, würde der Markt bis rund 8.120 oder sogar 8.000 Punkte Platz auf der Unterseite bieten. Für den neuen Wochenanfang ist das kein sonderlich positives Startsignal.

Saisonalität: Die erste Handelswoche im Juni

Interessant ist auch ein Blick auf die Saisonalität. Diese zeigt eigentlich nicht viel Erbauliches.

Der Start in den Juni läuft üblicherweise wenig spektakulär. Der Bias ist sogar leicht zur Unterseite gerichtet, da auch die erste Woche des neuen Monats saisonal eher schwächer verläuft.

Schauen wir uns die Handelstage im Einzelnen an: Die ersten beiden Tage im Juni sind eher durchwachsen mit einem leicht negativen Bias. Am schwächsten sind allerdings der dritte und vierte Handelstag.

Erst wieder am Freitag sind die Zeichen leicht positiv. Insgesamt zeigt die Saisonalität also wenig Gutes für die nächsten Handelstage.

Kurze Rallye ist möglich

Das Einzige, was Hoffnung macht, sind die kurzfristigen überverkauft-Indikatoren. Sie sind bald „unten“. Folglich scheint eine kurze Rallye binnen Wochenfrist möglich. Anleger sollten diese aber eher wieder zu Verkäufen nutzen.

Auch die Intermarkets für die Bonds, also für die Anleihen, zeigen nicht unbedingt eine positive Stimmung für den Aktienmarkt.

Wundern Sie sich also nicht, wenn es in den nächsten paar Tagen nicht allzu freundlich am Aktienmarkt zugeht.

3. Juni 2013

Heiko Seibel
Von: Heiko Seibel. Über den Autor

Jahrelang hat Chefanalyst, Diplom-Kaufmann und Master of International Economics Heiko Seibel in internationalen Brokerhäusern in Singapur und Hongkong gearbeitet und besucht noch heute regelmäßig Unternehmen in Südostasien. Sein Spezialbereich: CFDs.