Dax30 – Macht Draghi die 10.000 Punkte wieder möglich?

Wie üblich werfe ich zu Beginn der Ausgabe einen intensiven Blick auf den deutschen Aktienindex und im Anschluss daran präsentiere ich Ihnen eine Analyse zu einem Dax30 Titel.

Ukraine und Draghi liefern die Impulse

Bis Mittwoch war der deutsche Aktienindex stets angeschlagen. Dies änderte sich aber im ersten Schritt nach einer friedlichen Einigung rund um die Ukraine, womit und dazu gehöre ich auch nur die wenigsten gerechnet hatten.

Bis zu diesem Zeitpunkt war der Dax stets unsicher von einer nachhaltiger Käufergemeinschaft war keine Spur.

Der letztendlich entscheidende Knall nach oben kam aber erst mit „Super Mario“ zustande.

Die Finanzwelt und Politik in Deutschland reagieren mit heftiger Kritik auf die Zinssenkung der Europäischen Zentralbank.

Die Notenbank hatte den Leitzins überraschend noch weiter von 0,15 auf 0,05 Prozent heruntergeschraubt und Wertpapierkäufe angekündigt. Global herrscht  also mehr und mehr unterm Strich ein absolutes Nullzinsniveau.

Anleger reagieren mit einem Freudensprung

Ist es Freude oder Verzweiflung? Eine Antwort darauf zu liefern ist keine leichte Sache. Jedenfalls reagierte der deutsche Aktienmarkt erleichtert. Die US Börsen ließ die Entscheidung hingegen kalt.

Der US Markt dümpelt schon die ganze Woche vor sich hin und im Dax kam es wie gesagt erst durch Draghi zum überraschenden Knall.

Solche Entscheidungen sind natürlich nicht vorhersehbar und schütteln den Aktienmarkt richtig durch und die Charttechnik hat gegen Draghi „Power-Maßnahmen“ natürlich keine Chance.

Demnach wurde das 62er Retracement bezwungen und die rückblickende Analyse hat sich also inkorrekt herausgestellt.

Wobei ich noch immer auf eine wichtige Betonung meiner Aussage bestehe: „Ein nachhaltiger Ausbruch auf Tage wird eine schwere Aufgabe sein. Vorsicht vor Strohfeuern“! …. Genau dieses kann noch immer der Fall sein!

Wie geht es nun mit dem Dax weiter?

Frieden rund um die Ukraine – die EZB senkt die Zinsen und pumpt mehr Geld in den Aktienmarkt. Eigentlich spricht nun alles für die Marke von 10.000 Punkten. Nur wird es so kommen?

Der nächste ableitbare Widerstand liegt nun bei knapp 9.800 Punkten. Greifbar ist dieser mit Sicherheit. Andererseits – und hierbei komme ich wieder auf die 10.000 Punkte Marke zurück zu sprechen:

Der US Markt kommt nicht mehr weiter. Schützenhilfe gibt es also nicht mehr. Kippt der US Markt, so kann es dennoch zu einem nochmaligen Rückfall bis 8.900 Punkten „mittelfristig“ betrachtet kommen.

Trotz der guten Aufholjagd des Dax besteht noch immer eine große Scherenbildung zum US Markt! Dennoch haben sich die Bullen nun wieder deutlich besser aufstellen können.

RWE – Kurzfristig hui, mittelfristig pfui

In den vergangenen Handelstagen konnte die RWE Aktie gut zulegen. Mittelfristig hat sich leider noch nichts an der angeschlagen Situation geändert.

Mehr zu diesen Themen wie gewohnt im Video.

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5. September 2014

Von: John Gossen. Über den Autor

John Gossen ist Profi Trader. Er bestreitet seit Jahren seinen Lebensunterhalt durch das Handeln an den Aktienmärkten. Seinen Schwerpunkt hat der Trading-Experte auf den Handel mit Indizes gelegt.

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