Der DAX kocht

Heute beschäftigen wir uns mit dem Deutschen Aktienindex. Hier sind die Signale auf den ersten Blick klar: Der Markt ist ziemlich überhitzt. Genauere Informationen liefern der Chart und verschiedene Indikatoren.

DAX weiterhin im Aufwärtstrend

Der DAX ist weiter in einem Aufwärtstrend. Das billige Geld treibt die Risikomärkte von einem Hoch zum nächsten. Korrekturen gab es in den letzten Wochen praktisch nicht. Und das hinterlässt auch Spuren im Chart.

Der Markt ist technisch natürlich extrem übergekauft. Die Indikatoren, die diesen Zustand messen, sind im wahrsten Sinne des Wortes „oben“, denn typischerweise steigen die Oszillatoren nicht über 100 – und genau hier liegen derzeit die Indikatorwerte.

Trendintensität auf Rekordhoch

Auch die Trendintensität ist am Anschlag und auf einem Rekordhoch! Der ADX-Indikator ist inzwischen auf fast 100 angestiegen. Seit über sechs Jahren gab es keinen Indikatorwert mehr, der höher lag als der aktuelle.

Diese Trendstärke hat nunmehr zwei Implikationen:

1: Der Markt ist – wie oben beschrieben – deutlich übergekauft und heiß gelaufen.

2: Der Markt ist in einem starken Aufwärtstrend, der recht sicher nicht von heute auf morgen in sich zusammenklappen wird. Das will heißen, dass sich Korrekturen moderat abspielen werden und der Markt sicherlich eine Weile im Bereich 8.000 bis 8.200 Punkte bleiben wird.

Ein Blick auf den Chart zeigt: Seit etwa 12 bis 13 Tagen ging es ohne Pause nach oben. Und eine Pause in diesem Aufwärtstrend wäre inzwischen mehr als angebracht.

Der Markt ist insgesamt aber extrem gut unterstützt. Anleger brauchen also keine Angst davor zu haben, dass der DAX einbrechen wird. Vielmehr sollte die Korrektur, die nunmehr vor der Tür steht, über den Faktor ZEIT ablaufen.

Für Sie als Anleger gilt also: Eher keine Shorts, sondern besser in Korrekturen hinein kaufen.

Nur wer sehr spekulativ handeln möchte, könnte gegen den Markt gehen und es aus kurzfristiger Tradersicht auf der Shortseite versuchen. In der aktuellen Situation bietet es sich aber eher an, mit dem Markt zu gehen.

Mehr zu diesem Thema können Sie sich im heutigen Video ansehen.

8. Mai 2013

Heiko Seibel
Von: Heiko Seibel. Über den Autor

Jahrelang hat Chefanalyst, Diplom-Kaufmann und Master of International Economics Heiko Seibel in internationalen Brokerhäusern in Singapur und Hongkong gearbeitet und besucht noch heute regelmäßig Unternehmen in Südostasien. Sein Spezialbereich: CFDs.