Der DAX mit kurzer Verschnaufpause

Heute werfen wir einen Blick auf den DAX. Dieser tat sich gestern etwas schwer auf dem Weg nach oben.

Was genau passiert ist: Der Markt hat recht freundlich eröffnet, ein kurzes Hoch markiert und dann aber nach unten abgedreht.

DAX muss Widerstand überwinden

Der Markt hat im Bereich 8.360 Punkte also einen Widerstand, den es erst einmal zu nehmen gilt. Ganz problemlos ist das nicht, denn genau an dieser Stelle tauchte der Markt per gestern ab.

Allerdings ist diese Entwicklung auch nicht weiter schlimm, denn das mittelfristig konstruktive Bild wird dadurch nicht getrübt.

Schauen wir uns nun die Indikatoren an. Der Trendintensitätsindikator nimmt leicht zu und bewegt sich etwas über 0 im positiven Bereich. Das ist schon einmal ein gutes Zeichen.

Außerdem fällt auf, dass sich sowohl der RSI als auch die DMI Stochastic im oberen Bereich befinden.

Der Markt ist schlicht und ergreifend auf kurze Sicht leicht übergekauft. Dieser Zustand kann (muss jedoch nicht) in derlei Marktphasen zu kleinen Pausen im Aufwärtstrend führen.

Die leichte Übergekauftheit und das saisonal freundliche Monatsende

Es würde mich nicht wundern, wenn der DAX daher die kommenden Tage damit verbringt „Wasser zu treten“, also auf hohem Niveau seitwärts zu laufen.

Nach zwei oder drei Tagen ist dieser hemmende Zustand der Übergekauftheit dann auch beseitigt und es kann wieder nach oben gehen. Das Ziel bleibt das Jahreshoch in der Region 8.500 Punkte.

Wir sollten nicht vergessen, dass wir uns dem Ende des Monats nähern. Typischerweise ist das Monatsende saisonal gesehen eher freundlich, daher ist der Markt prädestiniert dafür, seine Übergekauftheit nun schnell wieder abzubauen.

Auch der Goldpreis hat sich erholt und ist wieder nach oben gegangen – ein gutes Zeichen für die Risikobereitschaft des Marktes.

Für Sie als Trader bedeutet das: Machen Sie sich nicht zu viele Sorgen.

Der DAX hat zwar aktuell ein paar Probleme mit dem Widerstand, die Tendenz geht aber weiterhin nach oben in Richtung Jahreshoch. Ob es dann für ein neues Jahreshoch reicht bleibt abzuwarten.

Mehr zu diesem Thema können Sie sich im heutigen Video ansehen.

23. Juli 2013

Heiko Seibel
Von: Heiko Seibel. Über den Autor

Jahrelang hat Chefanalyst, Diplom-Kaufmann und Master of International Economics Heiko Seibel in internationalen Brokerhäusern in Singapur und Hongkong gearbeitet und besucht noch heute regelmäßig Unternehmen in Südostasien. Sein Spezialbereich: CFDs.