Der DAX und der Monatswechsel

Am letzten Handelstag im Monat Juli schauen wir uns an, wie sich der DAX über den Monatswechsel verhält.

Saisonalität spricht für fallende Kurse

Hierzu habe ich zwei Blaupausen anzubieten: Mein präferiertes Szenario richtet sich nach dem saisonalen Muster, welches sich üblicherweise um den Monatswechsel zum August herum anbietet.

Im Video können Sie sich die saisonale Auswertung genauer ansehen. Auf den ersten Blick ist erkennbar, dass der Monatswechsel gar nicht so positiv aussieht. Für den DAX ging es nämlich in den letzten Jahren Anfang August deutlich nach unten.

Daraus ergibt sich, dass die Märkte per heute mit einem kurzfristigen, sieben Tage dauernden Abwärtstrend beginnen könnten. Das ist mein präferierter Fahrplan, auch in Anbetracht der schwächelnden Marktbreite in den USA.

Reaktion auf die Notenbank-Sitzung einbeziehen

Sie sollten allerdings nicht vergessen, dass heute wieder die Fed tagt. Es bleibt spannend, was Bernanke verlauten lassen wird, wenn es um die Frage geht, ob und wann das Tempo der Anleihenkäufe reduziert wird („tapering“). Ohne Frage werden die Märkte hierauf eine Reaktion zeigen.

Daher gilt es, die Politik der Notenbanken zu respektieren. Sollte Bernanke einen Hasen aus dem Hut zaubern, könnte sich ebenso eine Inversion des saisonalen Musters einstellen. Demnach würden die Märkte die nächsten sieben Tage nach oben laufen.

Beide Richtungen sind möglich

Wir dem auch sei: Heute wird an den Märkten ein Richtungsentscheid getroffen und mal wieder wird die Fed die Richtung zeigen.

Für Sie als Trader gilt also: Lehnen Sie sich nicht zu sehr aus dem Fenster, seien Sie lieber vorsichtig und warten Sie erst einmal ab, was die heutige Fed-Sitzung bringt.

Sollte die Marktreaktion schwach sein, dann wird vermutlich die von der Saisonalität angekündigte Abwärtsbewegung stattfinden. Die Kurse können sich aber genauso gut auch in die andere Richtung entwickeln.

Nicht umsonst hat man in den letzten Jahren festgestellt, dass es besser ist, die Notenbanken zu berücksichtigen.

Wenn die Notenbanken nämlich in den Markt intervenieren, dann ist es kein freier Markt mehr und dann gelten manche Muster in einigen Situationen nicht mehr.

Mehr zu diesem Thema können Sie sich im heutigen Video ansehen.

31. Juli 2013

Heiko Seibel
Von: Heiko Seibel. Über den Autor

Jahrelang hat Chefanalyst, Diplom-Kaufmann und Master of International Economics Heiko Seibel in internationalen Brokerhäusern in Singapur und Hongkong gearbeitet und besucht noch heute regelmäßig Unternehmen in Südostasien. Sein Spezialbereich: CFDs.