Der Euro hält sich wacker

Kurz vor dem Monatsende werfen wir einen Blick auf den Euro.

Die aktuelle Situation

Der Euro hält sich weiter wacker im Vergleich zum Rest der Währungen.

Es ist nicht unbedingt die Krise in Syrien, welche die Einheitswährung zugunsten des US-Dollars belastet, sondern es sind vielmehr die Währungsturbulenzen in vielen Emerging Markets, die ihn zum Profiteur werden lassen.

Derzeit werden die Währungen der Schwellenländer abgestoßen und in etablierte Währungen getauscht – unter anderem eben in den Euro.

Alter Widerstand noch nicht überwunden

Gegen den US-Dollar schwächelt der Euro heute Morgen zwar – das ist in meinen Augen der „Syrientrade“ – aber der Rückgang ist überschaubar und wohl eher der technischen Situation geschuldet.

Im Bereich 1,34 hat der Euro seinen alten Widerstand vom Juni 2013 noch nicht überwinden können und legte erst einmal den Rückwärtsgang ein.

Der Grund dafür ist vermutlich, dass wir an den Terminbörsen in den USA, wo der Euro auch als Future gehandelt wird, eine recht hohe Shortpositionierung bei den Commercials sehen.

Die Commercials sind die Insider des Marktes und es ist für den Markt immer schwierig, gegen eine solche Positionierung anzukommen. Dramatisch sind diese Entwicklungen aber keinesfalls.

Hinweise von den Indikatoren

Werfen wir nun einen Blick auf die Indikatoren. Der kurzfristige RSI-Indikator zeigt einen extremen Wert, der auf eine Überverkauftheit hindeutet.

Der Trendfolgeindikator ist nur leicht abwärts gerichtet und zeigt noch positive Werte an. Es ist also nichts Schlimmes, was sich da beim Euro zusammenbraut, sondern lediglich eine Art Pullback auf die letzten Kursgewinne.

Sorgen um den Euro sind also vollends fehl am Platze – mal wieder! Der Euro ist nach wie vor in einer guten Verfassung.

Generell sind die großen Währungen wie US-Dollar, Euro und Pfund momentan einfach die sicheren Häfen, während die kleineren Währungen eher abgestraft werden.

Mehr zu diesem Thema können Sie sich im heutigen Video ansehen.

29. August 2013

Heiko Seibel
Von: Heiko Seibel. Über den Autor

Jahrelang hat Chefanalyst, Diplom-Kaufmann und Master of International Economics Heiko Seibel in internationalen Brokerhäusern in Singapur und Hongkong gearbeitet und besucht noch heute regelmäßig Unternehmen in Südostasien. Sein Spezialbereich: CFDs.