Der Euro ist wieder spannend

Nachdem wir uns gestern mit dem Goldpreis beschäftigt haben, geht es in der heutigen Ausgabe um den Euro.

Sie haben es bestimmt schon einmal gehört: Gold und Euro hängen zusammen. Normalerweise zieht ein steigender Goldpreis auch einen steigenden Euro nach sich (oder umgekehrt – je nachdem, wie man die Kausalität berücksichtigt).

Auf kurzfristige Sicht bin ich bei Gold recht positiv gestimmt, das gilt auch für den Euro. Schauen wir uns nun die aktuellen Entwicklungen der Währung genauer an.

Entwicklungen beim Euro

Der Euro gegen den US-Dollar hat in den letzten Tagen und Wochen deutlich Federn lassen müssen. Nachdem die Marke von 1,30 wieder „nachhaltig“ zurückerobert schien, setzten Verkäufe ein, die den Markt wieder unter diese Psychomarke führten.

Dabei ist zunächst einmal ein kritisches Bild entstanden – zumindest auf mittelfristiger Basis. Der Euro steht nämlich nun im Verdacht, eine Schulter-Kopf-Schulter-Formation auszubilden.

Die Betonung liegt dabei auf „Verdacht“, denn hierzu muss der Euro zwingend die Nackenlinie unterschreiten. Diese verläuft im Bereich 1,28.

Potenzial für den Euro

Von dort konnte der Euro nunmehr wieder zulegen und strebt wieder über 1,29. Bei 1,293 liegt ein Trigger, der dem Markt Potenzial in Richtung 200-Tagelinie eröffnet. Diese notiert – Sie ahnen es bestimmt schon – per heute im Bereich 1,30.

Wird sie überschritten, dann steht der mittelfristige Abwärtstrend im Bereich 1,32 im Weg. Beim Überwinden dieses Bereichs lauert bei 1,34 ein weiterer strategisch wichtiger Abwärtstrend.

Soweit zu den Anlaufstationen kurzfristiger Natur. Es besteht also durchaus Potenzial für den Euro – zumindest aus Sicht eines Traders.

Freundliche Euro-Breite

Die Gemeinschaftswährung kann gegen sämtliche Währungen zulegen, z. B. gegen den Yen, den Australischen Dollar oder den Schweizer Franken.

Auch gegen das Britische Pfund ist der Euro stark. Ein Blick auf den Chart zeigt, dass der Euro aus dem Trendwiderstand nach oben ausgebrochen ist.

Er hat nun meines Erachtens ganz gute Voraussetzungen, nach dieser doch recht ausgeprägten Bodenbildung jetzt weiter durchzustarten.

Unterstützt wird meine These zu den Entwicklungen beim Währungspaar EURUSD also auch durch die freundliche Euro-Breite. Somit scheint ein Run, zumindest auf 1,30, ausgemachte Sache zu sein.

Mehr zu diesem Thema können Sie sich im heutigen Video ansehen.

22. Mai 2013

Heiko Seibel
Von: Heiko Seibel. Über den Autor

Jahrelang hat Chefanalyst, Diplom-Kaufmann und Master of International Economics Heiko Seibel in internationalen Brokerhäusern in Singapur und Hongkong gearbeitet und besucht noch heute regelmäßig Unternehmen in Südostasien. Sein Spezialbereich: CFDs.