Der wirklich wichtige chinesische Aktienmarkt

Heute geht es nicht etwa um die Märkte in Deutschland oder den USA. Wir werfen stattdessen einen Blick auf die Lage in Asien, genauer gesagt auf den chinesischen Aktienmarkt.

Nicht jeder darf einfach am Aktienmarkt in Shanghai handeln

Der Aktienmarkt in China steht durchaus im Interesse der Medien. Gerne berichten die Börsengurus in Funk und Fernsehen über die Entwicklung an der chinesischen Börse in Shanghai.

Der Index, den man aus der Berichterstattung kennt, ist der Shanghai Composite Index. Dieser Index ist in den letzten Jahren, genauer gesagt seit 2010, permanent gefallen und hat jetzt eine relativ scharfe Rallye aufs Parkett gelegt.

Sie können die Aktien aus diesem Index aber nicht einfach so kaufen, denn das Tor für Nicht-Chinesen am dortigen Markt ist fest verschlossen.

Der Hintergrund: In China selbst dürfen nur bestimmte qualifizierte Investoren Aktien handeln. Ausländischen Privatanlegern ist der Handel strikt untersagt.

Der Handel ist über Umwege möglich – Ein Blick nach Hongkong

Dennoch können auch diese Anleger in den Besitz von praktisch jeder chinesischen Aktie kommen.

Das funktioniert über einen Umweg – Hongkong. Denn in der ehemaligen Kronkolonie ist der Aktienmarkt praktisch vollständig liberalisiert.

Im so genannten H-Aktienindex des Börsenindex-Anbieters Hang Seng finden sich die größten chinesischen Unternehmen wieder.

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In diesem Index sind – bis auf wenige Ausnahmen – fast alle Unternehmen, die auch im Shanghai Composite Index enthalten sind.

Wem Hongkong zu weit entfernt oder der Handel dort einfach zu teuer ist, der kann diese Aktien auch in Frankfurt, München oder Stuttgart kaufen.

Unterschiedliche Entwicklung der Kurse in Shanghai und Hongkong

Interessant ist auch, dass die Aktienmarktentwicklungen in Shanghai und Hongkong ähnlich sind, keineswegs aber parallel zueinander laufen.

Es gibt also für uns in Europa keinen Grund in Panik zu verfallen, nur weil die Aktien in Shanghai gerade auf Tauchstation gehen. Die Lage in Hongkong könnte nämlich etwas anders aussehen.

Wenn Sie also in chinesische Aktien investieren möchten, sollten Sie daran denken, dass dies nicht direkt über Shanghai möglich ist. Als Alternative gibt es die Börse in Hongkong – oder Sie können sogar direkt an deutschen Börsen handeln.

Mehr zu diesem Thema können Sie sich im heutigen Video ansehen.


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Heiko Seibel
Von: Heiko Seibel. Über den Autor

Jahrelang hat Chefanalyst, Diplom-Kaufmann und Master of International Economics Heiko Seibel in internationalen Brokerhäusern in Singapur und Hongkong gearbeitet und besucht noch heute regelmäßig Unternehmen in Südostasien. Sein Spezialbereich: CFDs.