Der Yen vor der Korrektur

Heute geht es um die Entwicklungen rund um die japanische Währung Yen. Hier könnten sich für Trader interessante Chancen ergeben.

Japans Finanzpolitik: Maßnahmen gegen Deflation

So langsam aber sicher fängt sich der Yen wieder. Nach der atemlosen Abwertung scheint sich eine Pause im Abwärtstrend anzubahnen.

Jeder Marktteilnehmer weiß nun, dass die japanische Regierung rund um den Premier Abe bereit ist alles zu tun, was gegen die anhaltende Deflation beziehungsweise Wirtschaftsflaute hilft.

Und wie so oft greifen Politiker dann auf die Geldpresse zurück.

Das Resultat: Abwertung des Yen

Das Resultat dieser Politik ist eine epische Abwertung des Yen gegen praktisch sämtliche Währungen, die sich in der Größenordnung von 20% abgespielt hat.

Meine Trendindikatoren zeigen mir jedoch ein auslaufendes Momentum, die Trendstärke geht zurück. Der Markt scheint sich auszuschwingen und bereit zu sein für eine Verschnaufpause. Über-ver-kauft ist der Yen sowieso.

Der Yen im Vergleich zu anderen Währungen

Noch deutlicher wird diese Entwicklung, wenn man den Yen im Vergleich mit verschiedenen Währungen betrachtet.

Vor allem gegen die anderen „schwachen“ Währungen zeichnet sich ein Top ab. Beispielsweise im Währungspaar Pfund gegen Yen (GBPJPY) zeigen die Indikatoren einen Trendwechsel an. Aktuell findet hier eine Pullback-Bewegung statt.

Nicht weniger interessant ist der Yen im Vergleich zum Euro (EURJPY). Die Stärke des Euros ist deutlich sichtbar, denn beim Euro sieht die Lage weit weniger dramatisch aus als etwa beim Pfund.

Vor allem hat das Währungspaar ein Kursziel im Bereich von 128 erreicht und auch hier lässt das Momentum spürbar nach. Insgesamt ist der Euro ein Short-Kandidat gegen den Yen.

Die DMI Stochastic zeigt einen Sell an. Sie sollten also vorsichtig sein und sich nicht unüberlegt von der Euphorie anstecken lassen.

Ebenfalls gute Chancen auf einen Trendwechsel bestehen beim Aussie (AUDJPY) und auch beim US-Dollar (USDJPY).

Aktuelle Chancen für Trader

Für Trader bieten sich derzeit also durchaus Chancen, auf einen steigenden Yen zu setzen. Die mittelfristigen Chartmuster lassen dann aber eine weitere Abwertung des Yen auch weiter zu.

Sie sollten also in der nächsten Zeit die japanische Währung genau im Auge behalten.

Mehr zu diesem Thema können Sie sich im heutigen Video ansehen.

13. März 2013

Heiko Seibel
Von: Heiko Seibel. Über den Autor

Jahrelang hat Chefanalyst, Diplom-Kaufmann und Master of International Economics Heiko Seibel in internationalen Brokerhäusern in Singapur und Hongkong gearbeitet und besucht noch heute regelmäßig Unternehmen in Südostasien. Sein Spezialbereich: CFDs.