Die 200-Tagelinie im Test

Heute habe ich Ihnen einen Vergleich von zwei Marktregime-Indikatoren mitgebracht.

Marktregime ist eine komplizierte Bezeichnung für eine einfache Sache: Sie beschreibt ganz einfach den Markttrend.

Was genau die 200-Tagelinie ist

Die 200-Tagelinie ist ein ausgesprochen populärer Trendindikator. Im Kern ist die 200-Tagelinie nichts anderes als ein Durchschnitt.

Die letzten 200 Kurse – in der Regel Schlusskurse – werden addiert und dann durch die Zahl 200 geteilt. Das ist auch schon alles.

Liegen die Märkte darüber, dann sprechen wir von einem Aufwärtstrend, notieren die Kurse darunter, handelt es sich um einen Abwärtstrend.

Weiterer Trendfilter: Prozentuale Veränderungsrate der Kurse

Natürlich gibt es nicht nur die 200-Tagelinie als Trendfilter. Ein weiterer Filter ist die prozentuale Veränderungsrate der Kurse in den letzten 200 Tagen.

Ist dies ein positiver Wert, liegt ein Aufwärtstrend vor, ansonsten handelt es sich um einen Abwärtstrend.

Der bekanntere der Indikatoren ist sicherlich die 200-Tagelinie. Die Frage ist nun, ob sie zu Recht so bekannt ist.

Beide Indikatoren im Test

Der Test der beiden Indikatoren zeigt jedoch, dass die wichtigsten Kennzahlen für die 200-Tagelinie sprechen.

Sowohl das Chance/Risiko-Verhältnis, als auch der Gewinnfaktor sowie die Anzahl der Trades fallen bei der 200-Tagelinie deutlich besser aus. Genauere Informationen zu diesem Test können Sie sich im Video ansehen.

Einfaches ist nicht unbedingt schlecht

Damit untermauert mein Test auch meine These, dass Einfaches – wie es eben die 200-Tagelinie nun einmal ist – nicht unbedingt schlecht sein muss.

Die 200-Tagelinie ist für einen Marktregime-Filter einfach ein gutes Instrument und eine gute Wahl. Sie ist simpel und sie funktioniert.

Ich halte es daher mit dem Spruch: KISS – keep it simple, but not stupid. Tun Sie das auch!

Mehr zu diesem Thema können Sie sich im heutigen Video ansehen.

26. Juni 2013

Heiko Seibel
Von: Heiko Seibel. Über den Autor

Jahrelang hat Chefanalyst, Diplom-Kaufmann und Master of International Economics Heiko Seibel in internationalen Brokerhäusern in Singapur und Hongkong gearbeitet und besucht noch heute regelmäßig Unternehmen in Südostasien. Sein Spezialbereich: CFDs.