Die Aussichten für den DAX

In der heutigen Ausgabe beschäftigen wir uns mit den Entwicklungen beim DAX.

Der September hat nun begonnen und – wie Sie sicherlich schon gehört haben – ist dieser Monat kein besonders guter Börsenmonat.

Saisonalität: DAX in Abwärtstrendphase

Bereits seit Mitte Juli zeigt die Saisonalitätslinie beim DAX recht steil nach unten, saisonal gesehen ist der Index also in einer Abwärtstrendphase. Der Markt hat sich bisher dafür noch recht gut gehalten – das ist ein positives Zeichen.

Auch in den nächsten Tagen läuft die Saisonalitätslinie weiter abwärts und findet dann etwa zur Zeit der Bundestagswahl ihren Tiefpunkt.

Markt von Nachrichten beeinflusst

Der DAX befindet sich nach wie vor in einer Tradingrange. Der Ausbruch nach unten, der am letzten Freitag erfolgt ist, wurde postwendend korrigiert und per gestern handelte der Markt dann wieder in der Spanne zwischen 8.220 und 8.450 Punkten.

Derlei „chaotisches“ Marktverhalten können Sie in praktisch jedem von Nachrichten getriebenen Markt beobachten. Derzeit ist es vor allem das Thema Syrien, welches den Markt binnen kürzester Zeit nach oben oder unten springen lässt.

Die Aussichten für den DAX

Technisch hat der Markt damit den Kopf wieder mal aus der Schlinge gezogen. Solange die Range auf der Unterseite intakt bleibt, kann der Markt nunmehr mindestens bis in die Mitte der Handelsspanne laufen, das entspräche rund 8.330 Punkten.

Die Indikatoren würden dies hergeben, denn sie haben, nach dem Anlauf auf die Unterseite der Range und den letzten schwächeren Tagen, wieder Platz nach oben.

Die 200-Tagelinie liegt übrigens im Bereich 7.940 Punkte – bis dorthin ist zwar noch etwas Platz, aber wenn nun ein neues Tief markiert wird, dann ist es nicht unwahrscheinlich, dass der DAX in diese Richtung läuft. Heute sieht es jedoch nicht danach aus.

Tipps für Trader

Entscheidend ist auch, wie nun Amerika nach dem Labor Day zurück in den Handel startet. Normalerweise ist der Handelstag danach bullisch, sofern der Markt zuvor gefallen ist – und das war beim DAX auch der Fall.

Dennoch mein Rat: Traden Sie derzeit lieber auf kurze Sicht, setzen Sie engere Stopps und nehmen Sie Gewinne auch schon einmal früher mit als sonst. Der Markt hängt derzeit zu sehr von externen Faktoren ab, daher sollten Sie lieber vorsichtig sein.

Mehr zu diesem Thema können Sie sich im heutigen Video ansehen.

3. September 2013

Heiko Seibel
Von: Heiko Seibel. Über den Autor

Jahrelang hat Chefanalyst, Diplom-Kaufmann und Master of International Economics Heiko Seibel in internationalen Brokerhäusern in Singapur und Hongkong gearbeitet und besucht noch heute regelmäßig Unternehmen in Südostasien. Sein Spezialbereich: CFDs.