Die Gemeinsamkeiten von DAX und Euro

Gestern haben wir noch über die theoretische Bedeutung der 200-Tagelinie gesprochen.

Schauen wir uns heute einmal die Praxis an: Es geht um die Märkte im Lichte der 200-Tagelinie.

Kampf mit der 200-Tagelinie

Der DAX und der Euro haben derzeit eines gemeinsam: den Kampf mit der 200-Tagelinie.

Werfen wir erst einmal einen Blick auf den Euro. Die Währung kämpft gerade um dieses Bollwerk, welches im Bereich 1,309 verläuft. Hier kommen neben der 200-Tagelinie noch einige andere technisch relevante Linien hinzu.

Aber: Aktuell notiert die Gemeinschaftswährung unter dem Durchschnitt und damit eigentlich im Bärenmarkt-Territorium.

Bei technischen Brüchen wie diesem sollte man dem Markt allerdings immer noch 1 bis 2 Tage Zeit lassen. Sollte der Euro nämlich heute den Ausbruch nach unten negieren, also über die 200-Tagelinie hinweg ansteigen, dann kann man von einem Fehlsignal ausgehen.

Nur ein schnelles Re-Break dieses wichtigen Bereichs kann also ein weiteres Abtauchen des Euros verhindern.

Die Indikatoren beim Euro

Beim Einschätzen der aktuellen Marktlage hilft auch ein Blick auf die Indikatoren. Sowohl der RSI als auch die DMI Stochastic sind aktuell im extrem negativen Bereich.

Somit ist die Situation momentan stark überverkauft, so dass die Möglichkeit eines technischen Fehlsignals besteht.

Zwar ist der Trendindikator im negativen Bereich und macht wenig Hoffnung, trotzdem ist eine Umkehr noch gut möglich.

Entwarnung beim DAX

Schauen wir uns nun den DAX an. Bestanden hat der Index – zumindest zunächst einmal – den Test der 200-Tagelinie.

Der Markt hat sehr genau im Bereich von 7.700 Punkten sein Tief gebildet und dreht seitdem wieder nach oben ab. Zumindest kurzfristig kann man hier also Entwarnung geben.

Werfen wir noch einen Blick auf den Bonds-Markt. Hier bewegen wir uns ein gutes Stück unter der 200-Tagelinie.

Besonders extrem ist die Lage allerdings beim Goldpreis. Dort liegen zwischen Preis und 200-Tageline fast 400 US-$. Das ist ein extrem hoher Wert und lässt in nicht allzu langer Zeit eine Korrektur in Richtung 200-Tagelinie erwarten.

Sie sehen, die 200-Tagelinie hat auch in der Praxis einen hohen Stellenwert.

Mehr zu diesem Thema können Sie sich im heutigen Video ansehen.

27. Juni 2013

Heiko Seibel
Von: Heiko Seibel. Über den Autor

Jahrelang hat Chefanalyst, Diplom-Kaufmann und Master of International Economics Heiko Seibel in internationalen Brokerhäusern in Singapur und Hongkong gearbeitet und besucht noch heute regelmäßig Unternehmen in Südostasien. Sein Spezialbereich: CFDs.