Die Vola-Indizes

Heute widmen wir uns einem etwas allgemeineren Thema. Es geht um die Volatilitäts-Indizes und den Zusammenhang von Aktienmarkt und Volatilität.

Die Volatilität ist ein sehr interessantes Phänomen – vor allem seit sie in den letzten Jahren handelbar geworden ist und als eigene Assettklasse zu sehen ist.

Schwankungsbreite ging deutlich zurück

Fast in Vergessenheit sind in den letzten Wochen und Monaten die Vola-Indizes geraten. Das hat auch einen Grund: Denn die Volatilität, also die Schwankungsbreite der Märkte, ging in den letzten Monaten in nahezu dramatischer Weise zurück.

Allerdings steht die Volatilität auch für die Angst oder Risikoaversion der Marktteilnehmer. Niedrige Volastände drücken somit eine gewisse Sorglosigkeit aus, man ist in solchen Situationen oft zu entspannt.

In der Vergangenheit jedenfalls führten Umfelder mit geringer Vola immer wieder zu deutlichen Rücksetzern an den Märkten.

Da die Vola derzeit außerordentlich gering ist, bietet sie für Anleger Chancen in der Zukunft, denn zum Glück kann man Vola auch per ETF oder Optionsschein problemlos handeln.

Die Vola-Indizes

Der bekannteste Vola-Index ist sicherlich der VIX an den US-Börsen. In Deutschland kennen einige den VDAX, den es seit 1994 gibt. Weniger bekannt ist der VDAX-NEW, der seit 2005 besteht.

Außerdem gibt es den VSMI, den Vola-Index aus der Schweiz, und den TSX 60 VIX aus Kanada. All diese Indizes spielen als Angst- und Anlagebarometer eine wichtige Rolle.

Die Vola und der Preis – Eine wichtige Beziehung

Interessant ist für Anleger insbesondere die Rolle der Volatilität für die Entwicklung des Marktes.

Ein Blick auf die Volatilität im Vergleich zum Kursverlauf des DAX zeigt: Wenn die Vola zurückgeht, dann steigt der DAX. Und wenn die Vola anspringt, dann fällt der DAX. Vola und Preise stehen also in einem inversen Zusammenhang.

Niedrige Volatilitätsphasen stehen in der Regel für Hochs am Markt. Aktuell befinden wir uns wieder in einem sehr niedrigen Umfeld was die Vola angeht.

Allerdings ist ein kleiner Anstieg sichtbar – dies könnte bedeuten, dass der Markt jetzt in eine höher volatile Phase eintritt und möglicherweise die Kurse bald zu fallen beginnen.

Trotzdem ist die Volatilität immer noch auf einem sehr niedrigen Niveau – die aktuelle Bewegung nach oben sollte also auf keinen Fall überbewertet werden.

Mehr zu diesem Thema können Sie sich im heutigen Video ansehen.

15. Februar 2013

Heiko Seibel
Von: Heiko Seibel. Über den Autor

Jahrelang hat Chefanalyst, Diplom-Kaufmann und Master of International Economics Heiko Seibel in internationalen Brokerhäusern in Singapur und Hongkong gearbeitet und besucht noch heute regelmäßig Unternehmen in Südostasien. Sein Spezialbereich: CFDs.