Die Woche beim DAX

Zum Start in den neuen Handelsmonat Juli schauen wir uns die Aktienmärkte genauer an.

Eine unspektakuläre Woche

Die Aktienmärkte gehen in eine recht unspektakuläre Woche. Die Blicke richten sich auf den US-Nationalfeiertag, den 4. Juli, der am Donnerstag gefeiert wird.

Als guter Amerikaner kauft man vorher und sicherlich auch kurz nach den Feierlichkeiten Aktien, weshalb der Feiertag in der Regel von ein oder zwei freundlichen Tagen umgeben wird.

Die Entwicklungen beim DAX

Werfen wir nun einen Blick auf die Lage beim DAX. Der DAX hat am Freitag nach erneutem Test der 8.000 ein bisschen Federn gelassen.

Sicherlich ist die letzte Bewegung nach unten in den letzten 5 Minuten des USA-Handels gekommen und das liegt zum 30.6. – dem Quartals- oder dem Halbjahresende – in der Regel einfach an Anpassungen in der Aktienindex-Struktur. Die letzten paar Minuten sollte man also nicht überbewerten.

Nichtsdestotrotz ist es so, wie es ist: Der deutsche Markt hat einen sogenannten Outside Day produziert. Das heißt, das Hoch vom Freitag lag über dem Hoch vom Donnerstag und das Tief an diesem Tag war niedriger als das Donnerstags-Tief.

Da der Eröffnungskurs über dem Schlusskurs lag, haben wir zugleich ein negativ zu interpretierendes Engulfing Pattern gemacht.

Damit haben wir nicht ganz geschafft, was wir zuvor ins Auge gefasst hatten, nämlich die bestehende Kurslücke zu schließen. Entweder steht dieses Gap noch aus oder die Entwicklung ist als negatives Zeichen zu werten.

Die Indikatoren drehen nach unten ab und der Trend ist nach wie vor negativ.

Saisonale Entwicklung in der ersten Juli-Handelswoche

Der 1. Juli, der heute auf dem Programm steht, bringt in der Regel zwar einen leicht freundlichen Unterton mit sich, aber traditionell geht es an den beiden darauffolgenden Tage wieder abwärts.

Aus diesem Grund sollten sich die Trader auf eine zweigeteilte Woche einstellen. Bis Mittwoch sollte der Markt eher weiter nach unten driften, gegebenenfalls sogar die 200-Tagelinie bei 7.700 Punkten in Angriff nehmen.

Dann sollte jedoch der Patriotismus der Amerikaner auch nach Frankfurt überschwappen und dem DAX einen positiven Grundton zum Wochenausklang verleihen.

Wichtig ist in jedem Fall, dass der DAX über der 200-Tagelinie bleibt. Alles andere ist ein Zeichen für weiter fallende Kurse – dann auch mittelfristiger Natur.

Mehr zu diesem Thema können Sie sich im heutigen Video ansehen.

1. Juli 2013

Heiko Seibel
Von: Heiko Seibel. Über den Autor

Jahrelang hat Chefanalyst, Diplom-Kaufmann und Master of International Economics Heiko Seibel in internationalen Brokerhäusern in Singapur und Hongkong gearbeitet und besucht noch heute regelmäßig Unternehmen in Südostasien. Sein Spezialbereich: CFDs.