Dividende – Gewinnausschüttung für Aktionäre

Im marktwirtschaftlichen  Bereich spielt der Begriff der Dividende eine entscheidende Rolle.

Worum es sich dabei genau handelt und wozu eine Dividende genutzt werden kann, erfahren Sie in diesem Videoartikel.

Dividende = Auszahlung an die Aktionäre

Grundsätzlich ist eine Dividende immer eine Auszahlung einer Firma an ihre Aktionäre. Dieses Geld wird heutzutage natürlich nicht mehr bar ausgezahlt, sondern in Form einer Kontoüberweisung oder eines Schecks.

Wichtig ist jedoch, dass bei der normalen Dividende die Auszahlung in Kapital erfolgt und nicht etwa durch neue Aktienanteile.

Um den kompletten Vorgang zu veranschaulichen, der letztlich zur Ausschüttung einer Dividende führt, schauen wir uns ein einfaches Beispiel an:

Ein Unternehmer möchte einen Laden eröffnen und leiht sich dafür Startkapital von einigen Investoren. Im Gegenzug gibt er ihnen Firmenanteile, also Aktien, im Wert ihrer jeweiligen Investitionen.

Der Unternehmer bekommt also genug Geld zusammen und eröffnet sein Geschäft. Durch gute Produkte und effizientes Marketing gelingt es ihm, hohe Verkaufszahlen und dementsprechende Gewinne zu generieren.

Stagnation durch Marktsättigung

Nun überlegt sich der Unternehmer, dass eine Expansion sicherlich gut wäre, um auch andere Bereiche der Stadt mit seinem Produkt zu versorgen. Also nutzt er Teile des erwirtschafteten Gewinns, um weitere Filialen zu eröffnen.

Auch diese Filialen laufen immer noch sehr gut, aber natürlich kann das nicht ewig so weitergehen. Irgendwann ist der Punkt erreicht, an man von einer Marksättigung spricht.

Das bedeutet, dass nun nicht mehr genug interessierte Kunden existieren, um allen Filialen des Unternehmens gleich hohe Umsätze zu ermöglichen. Die einzelnen Niederlassungen beginnen dann also quasi, sich gegenseitig die Kunden wegzunehmen.

Sofort reagiert der Geschäftsführer und unterbricht die Expansion, er errichtete also keine weiteren Niederlassungen, sondern bemüht sich darum, die Verkaufszahlen in den existierenden Filialen auf gutem Niveau stabil zu halten.

Investieren oder Dividende ausschütten?

Gesetzt den Fall, dass die Geschäfte weiterhin gut laufen, macht der Besitzer des Unternehmens nun natürlich einigen Gewinn durch die ganzen Filialen, möchte aber auch kein Geld in neue Zweigstellen investieren, weil diese sich sonst aufgrund der Marktsättigung gegenseitig blockieren würden.

Er hat also zwei Möglichkeiten: entweder er investiert seinen Gewinn selbst in andere Unternehmen, oder er zahlt ihn zu gewissen Teilen an die Aktionäre seiner Firma aus.

Da sich der Unternehmer unsicher ist, ob sein Erfolg mit Investitionen an der Börse sicher wäre, entscheidet er sich für die Gewinnausschüttung. Dabei behält er einen gewissen Teil seines Profits zur Aufrechterhaltung der laufenden Geschäfte zurück und zahlt den Rest verteilt unter allen Anteilseigner aus.

Bei vielen Unternehmen findet diese Gewinnausschüttung einmal jährlich statt, weshalb man auch von einer Jahresdividende spricht. Natürlich ist die Höhe der Dividendenausschüttung nicht immer gleich, sondern wird in jedem Jahr an die Gewinne des Unternehmens angepasst.

18. Februar 2013

Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.