Dollar gegen Yen – Kampf um die 100!

Nachdem es gestern um den japanischen Rentenmarkt ging, ist heute die japanische Währung Yen unser Thema.

Wir werfen einen Blick auf das Währungspaar USDJPY. Dieses Währungspaar ist sehr wichtig, wenn es um die Frage geht, wie sich der Yen wohl weiterentwickeln wird.

Das liegt daran, dass der Dollar alle Kursbewegungen des Yens gegenüber anderen Währungen initiiert.

Wenn der Chart bei diesem Währungspaar fällt, dann bedeutet das, dass der Yen an Wert gewinnt und der Dollar abwertet. Umgekehrt heißt das natürlich auch, dass der Yen an Wert verliert und somit der Dollar stärker wird, wenn der Chart steigt.

Yen wertete gegen US-Dollar stark ab

Der US-Dollar gegen den japanischen Yen strebt in eine neue Dimension. Seit dem Jahr 2009 notierte das Pärchen USDJPY nicht mehr über der runden Marke von 100.

In den letzten sechs Monaten wertete der JPY gegen dem USD extrem stark ab – von rund 75 auf nunmehr knappe 100 Punkte!

Das ist ein Erdbeben in der Devisenlandschaft und sicherlich Ausdruck der extrem expansiven Geldpolitik der „Bank of Japan“, der japanischen Notenbank.

Rein technisch ist der Markt hoffnungslos über-ge-kauft, allerdings schert sich die Notenbank als aggressiver JPY-Verkäufer nicht um derlei Nebensächlichkeiten.

Sprünge in eine neue Zahlenstelle sind meist nicht einfach

Trotzdem zeigt die Historie, dass sich Märkte bei Sprüngen in eine neue Zahlenstelle sehr schwer tun.

Sie können dies beim Verhalten vom Goldpreis beim Weg von 900 auf 1.000 USD beobachten. Ebenfalls deutlich wird dies beim Sprung des DOW JONES von 9.000 auf 10.000 Punkte.

Auch Aktien zeigen bei Sprüngen von beispielsweise 9 auf 10 USD ein volatiles Verhalten rund um diese runden Marken.

Tipps für Sie als Trader

Auch beim USDJPY sollte dies nicht groß anders sein. Zwar rechne ich mit einem Test der Marke von 100, allerdings meine ich, dass hier die Messe erst einmal gelesen sein wird.

Wer also spekulativ veranlagt ist, der geht bei Preisen über 100 auf die Shortseite. Zumindest das noch offene Gap scheint sich als Kursziel (96/97) anzubieten. Dann wird sicherlich die Notenbank wieder auf den Plan kommen…

Mehr zu diesem Thema können Sie sich im heutigen Video ansehen.

11. April 2013

Heiko Seibel
Von: Heiko Seibel. Über den Autor

Jahrelang hat Chefanalyst, Diplom-Kaufmann und Master of International Economics Heiko Seibel in internationalen Brokerhäusern in Singapur und Hongkong gearbeitet und besucht noch heute regelmäßig Unternehmen in Südostasien. Sein Spezialbereich: CFDs.