Dollar-Index vor Schwäche

Nach dem gestrigen Feiertag in den USA geht es heute bei uns um den US-Dollar.

Warnzeichen für Dollar-Anleger

Der Dollar konnte in der letzten Zeit seine Muskeln gegenüber vielen Währungen spielen lassen. Aber diese Zeit könnte – zumindest kurzfristig – bald vorbei sein. Es gibt durchaus Warnzeichen, die Dollar-Anlegern Sorgen bereiten könnten.

Zwar liegt der Dollar-Index, ein Basket, der sich aus sechs Währungen, darunter u.a. Euro, Pfund und Yen zusammensetzt, rein charttechnisch noch gut im Wasser, allerdings mehren sich die Warnhinweise.

Die Rolle der Commercials

Interessant sind beispielsweise die COT-Daten, die Aufschluss über das Verhalten der Commercials, also das Verhalten der Insider des Marktes geben.

Daraus ergibt sich – in Zusammenhang mit weiteren Indikatoren – ein gewisses Setup, das Hinweise auf die zukünftige Entwicklung am Markt gibt.

Natürlich nicht immer, aber doch recht häufig ist es so, dass der Markt mit einem gewissen Zeitverzug in Richtung der Commercials läuft.

Die Commercials sind beim Dollar nun wieder zunehmend auf der Shortseite positioniert, das spricht mittelfristig für Probleme.

Distributions-Index signalisiert strukturelle Schwäche

Hinzu kommt ein Distributions-Index, der mir anzeigt, dass der Dollar-Index zwar auf einem neuen Hoch liegt (zumindest in dessen Nähe), allerdings dieses Preishoch nicht von entsprechendem Volumen und Open Interest begleitet wurde.

Dies ist ebenfalls ein Zeichen der strukturellen Schwäche. Es ist eine negative Divergenz erkennbar, die durch den Vergleich zu einem vorherigen Hoch im Dollar-Index sichtbar wird.

Auch die Saison nähert sich ihrem Höhepunkt, so dass eine Schwächephase einzuplanen ist.

Dollar-Schwäche steht bevor

Eine Dollar-Schwäche ist in den nächsten ein bis zwei Wochen wahrscheinlich. Alles in allem sollten Anleger also derzeit ihre Dollarpositionen eng absichern und durchaus eine Shortposition versuchen, wenn der Markt unter das Vorwochentief bei 83.5 fällt.

Wenn der Dollar schwächelt, bieten sich freilich auch Longs in den Währungspaaren Euro, Pfund und Aussie an.

Für die kommenden Tage finde ich diesen Markt sehr interessant. Für Trader kann es sich durchaus lohnen, die Entwicklungen rund um den Dollar genauer zu beobachten.

Mehr zu diesem Thema können Sie sich im heutigen Video ansehen.

28. Mai 2013

Heiko Seibel
Von: Heiko Seibel. Über den Autor

Jahrelang hat Chefanalyst, Diplom-Kaufmann und Master of International Economics Heiko Seibel in internationalen Brokerhäusern in Singapur und Hongkong gearbeitet und besucht noch heute regelmäßig Unternehmen in Südostasien. Sein Spezialbereich: CFDs.