Dow Jones bricht seinen Aufwärtstrend

In der heutigen Ausgabe schauen wir uns den amerikanischen Aktienmarkt und insbesondere den Dow Jones an. Auf dem Chart sehen Sie ganz klar: Der Dow hat aktuell Probleme.

Alarmzeichen an den Aktienmärkten

Die Alarmzeichen an den Aktienmärkten mehren sich. Nachdem zuletzt immer wieder die Marktbreite zurückging und technisch sozusagen die Ampeln auf gelb stellte, brachen gestern auch die Preise an den Börsen wichtige Marken.

Der Dow Jones fiel nämlich unter seinen seit Jahresanfang etablierten Aufwärtstrend und bestätigte einmal mehr den Fehlausbruch über das Hoch, den er Anfang August „produziert“ hat.

Trendlinienbrüche sind natürlich nicht positiv und sprechen dafür, dass der Markt in den nächsten Tagen und Wochen charttechnisch gesehen weiter unter Druck kommen könnte.

Der Markt kann sich noch erholen

Ich gebe zu: Es ist erst Dienstag und Sie sehen im Video einen Wochenchart. Wenn wir uns im Laufe der Woche erholen, dann ist die Lage lange nicht mehr so dramatisch, denn es ist noch ein Abschluss oberhalb der Trendlinie möglich.

Sollte der Markt aber in diesem Bereich die Woche beenden, dann sieht es gar nicht mehr so gut aus, denn dann drohen die Tiefs vom Juni – mindestens.

Werden nämlich auch diese unterschritten, droht ein Doppelhoch, welches den Markt weiter unter Druck bringen wird. Kurse von bis zu 13.400 Punkten sind dann ohne Probleme möglich.

Marktbreite auf dem Juni-Tief

Wichtig ist auch die dunkelblaue AD-Linie (Advance-Decline-Linie), die Sie sich im Video ansehen können. Diese Linie wird aus der Summe der gestiegenen und der gefallenen Aktien ermittelt und drückt somit die Marktbreite aus.

Die AD-Linie ist kurz davor, das Juni-Tief zu unterschreiten. Wenn die Marktbreite sich in den nächsten Tagen nicht erholt und nach oben zieht, dann wäre das ein weiterer zuverlässiger Vorbote von schlechteren Börsenzeiten.

Behalten Sie die Entwicklungen beim Dow Jones also diese Woche genau im Auge, denn hier könnte sich etwas Größeres entwickeln.

Für Sie als Trader bedeutet das: Setzen Sie eher auf kurzfristige Positionen und meiden Sie strategische Investments. Und seien Sie lieber etwas vorsichtig, bis sich die Lage entspannt hat.

20. August 2013

Heiko Seibel
Von: Heiko Seibel. Über den Autor

Jahrelang hat Chefanalyst, Diplom-Kaufmann und Master of International Economics Heiko Seibel in internationalen Brokerhäusern in Singapur und Hongkong gearbeitet und besucht noch heute regelmäßig Unternehmen in Südostasien. Sein Spezialbereich: CFDs.