E.ON und ein gleitender Durchschnitt

Wie gewohnt, zunächst der Blick auf den DAX: Nach fast 4 Tagen Ruhepause gelang dem DAX heute wieder der Sprung über die 8.000 Punkte Marke.

Und er konnte diesen Ausbruch auch verteidigen, denn genau dieses gelang dem Index in den letzten Tag nicht.

Der heutige Xetra-Schluss beläuft sich auf 8.058 Punkte und entspricht einem Zuwachs von 1,1%. Das gefürchtete Allzeithoch rückt somit immer näher.

Nicht vergessen: Hexen im Anmarsch

4-mal im Jahr, jeweils am 3. Freitag im März, Juni, September und Dezember, hüpfen die Aktienkurse scheinbar unkontrolliert auf und ab.

An diesem Tag verfallen an der Terminbörse Eurex 3 Kategorien von Derivaten:

Um 12 Uhr verfallen die Futures und Optionen auf die europäischen Stoxx-Indizes, 1 Stunde später enden die Futures und Optionen auf den DAX. Zum Xetra-Schluss um 17:30 Uhr werden die Optionen auf Einzelaktien abgerechnet.

Daher ist speziell zu diesen Uhrzeiten mit Kursbewegungen zu rechnen, wobei oftmals die Kurse bereits im Vorfeld in Richtung des gewünschten Abrechnungs-Punktes gezogen werden.

Auf diese Tatsache hatte ich ja schon zu Beginn der Handelswoche hingewiesen. Gerade dieses wird als Phänomen bezeichnet und wird daher mit „Hexenmagie“ verglichen – daher auch der Begriff des sogenannten „Hexensabbat“.

Die nächsten großen Verfallstage finden im Übrigen am 21.6., 20.9. und 20.12.2013 statt. Tragen Sie sich ruhig diese Termine in Ihren Terminkalender ein!

Parallele zu März 2012 weiterhin denkbar

Im März 2012 sahen wir im DAX ein sogenanntes Verlaufshoch mit dem großen Verfall und im Anschluss eine über 3 Monate andauernde Korrektur Bewegung von über 1.000 DAX-Punkten.

Verstehen Sie mich nicht falsch, ich möchte nun keineswegs einen 1.000-Punkte-Crash ausrufen.

Dennoch besteht die gute Chance, dass wir bis zum nächsten großen Verfalls-Termin im Juni eine gesunde Korrektur sehen. Hierbei sollte allerdings mindestens das bisherige Jahrestief bei ca. 7.530 Punkten getestet werden.

Wenn der nächste große Verfall im Juni ansteht, werde ich mal diese Analyse hervor holen und schauen, ob wir mit dieser These richtig oder falsch gelegen haben. Wie immer, wird es der Markt für uns entscheiden.

Jedenfalls rechne ich weiterhin nicht damit, dass wir das Allzeithoch nun nachhaltig auf direktem Wege bezwingen werden. Was auch immer der DAX plant, zuvor sollte eine gesunde Verschnaufpause erfolgen.

E.ON – Wirkung eines gleitenden Durchschnitts im Wochen-Chart

Dass gleitende Durchschnitte mit zum Werkzeug von Tradern, aber auch Investoren gehören, dürfte bekannt sein. Der wohl bekannteste Durchschnitt ist und bleibt die 200-Tage-Linie.

Interessant ist, dass die E.ON-Aktie im Wochenchart nun schon über 7 Wochen hinweg mit SMA10 am kämpfen ist und sie diesen Kampf wohl auch übergeordnet verlieren dürfte.

Demnach würden wieder Abschläge auf die E.ON Aktionäre zukommen.

Sie haben Fragen zum Daily DAX?

Kontaktieren Sie mich unter: j.gossen@gevestor.de

Vielen Dank für die vielen E-Mails mit Bezug auf die gestrige Ausgabe mit Schwerpunkt Commerzbank. Ich werde Ihnen allen über die nächsten Tage verteilt antworten!

Mehr dazu, wie gewohnt, im Daily DAX Video.

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14. März 2013

Von: John Gossen. Über den Autor

John Gossen ist seit Jahren aktiver Trader und informiert seine Leser im einzigartigen Video-Börsendienst John Gossens Tranding Club und dem kostenlosen Video-Newsletter John Gossens Daily Dax.

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