Edelmetalle im Crashmodus

In München steht die Welt noch trotz Weltuntergangsprognosen. Für die Edelmetalle sieht die Welt hingegen gerade nicht ganz so rosig aus:

die Edelmetalle marschieren weiter zügig nach unten und lassen keinen Zweifel an einem neuen Trend aufkommen. Dieser zeigt nun – für eine noch nicht absehbare Zeit – nach unten!

Langfristiger Trend gebrochen

Gold hat die erste Hausnummer markiert. Der langfristige Trend wurde nun, nach dem Bruch im Euro-Gold, nun auch im US-Dollar Gold gebrochen. Der Vorlaufindikator hat sich damit (mal wieder) bestätigt.

Die 200-Tagelinie wurde ohne Widerstand der Bullen aufgegeben! Das gilt für Gold und auch für das weiße Metall Silber.

Dieses sitzt auf dem längerfristigen Trend seit 2009 auf – die Chancen, dass selbiger gehalten wird sind schlecht. Erstens zieht die Goldschwäche wie ein Magnet nach unten und zweitens steigt das Gold-Silber Ratio über seinen Abwärtstrend.

Schlechtes Omen für Silber

Das Gold-Silber-Ratio gibt den Goldpreis in Unzen Silber an und wenn Gold in Silber-Unzen gerechnet billiger wird, ist Gefahr im Verzug: der Ausbruch aus einem Abwärtstrend ist ein strukturell schlechtes Zeichen.

Für die Edelmetalle ist ein strukturell guter Markt, immer ein guter Markt, wenn das Ratio nach oben geht, anders ausgedrückt: wenn Silber eine Outperformance gegenüber Gold hinlegt.

Die Bastionen der Hoffnung für Edelmetallfans liegen nun bei 1.550 US-Dollar bei Gold und runden 27 US-Dollar bei Silber.

Diese Marken sind für eine Reaktion nach oben gut, dass hier der Trend dreht, halte ich praktisch für ausgeschlossen.

Es sieht so aus, als ob die Reise für Gold auch in den nächsten Monaten nach unten gehen wird, der Blick auf die Charts macht mir ein wenig sorgen. Deshalb macht es noch immer Sinn, sich von seinen Goldbeständen zu verabschieden.

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21. Dezember 2012

Heiko Seibel
Von: Heiko Seibel. Über den Autor

Jahrelang hat Chefanalyst, Diplom-Kaufmann und Master of International Economics Heiko Seibel in internationalen Brokerhäusern in Singapur und Hongkong gearbeitet und besucht noch heute regelmäßig Unternehmen in Südostasien. Sein Spezialbereich: CFDs.