Ein mysteriöser Index

Am letzten Handelstag der Woche schauen wir uns einen etwas ungewöhnlichen Index an. Es geht um den sogenannten Mysery Index, der für Sie als Trader sehr nützlich sein kann.

Der Mysery Index

Der Mysery Index ist weit weniger mysteriös als er auf den ersten Blick zu sein scheint. Er zeigt, wie verhältnismäßig einfach eine zugegeben grobe Prognose für die Aktienmärkte ist.

Nach dem Mysery Index hängt nämlich die Frage nach Hausse oder Baisse am Aktienmarkt einzig an zwei Faktoren: der Arbeitslosenquote und der Inflationsrate. Der Mysery Index ist nichts anderes als die Summe der beiden Werte.

Im Video können Sie sich den Verlauf des Mysery Index genauer ansehen. Der Hintergrund ist an einigen Stellen rot und an anderen Stellen gelb hinterlegt.

Diese roten Schattierungen bedeuten, dass der S&P 500 in einem Bärenmarkt ist. Umgekehrt deuten die gelben Schattierungen auf einen Bullenmarkt hin.

Im Moment ist eine gelbe Schattierung sichtbar. Das bedeutet, dass wir uns aktuell in einem Bullenmarkt befinden.

Arbeitslosenquote und Inflationsrate beeinflussen die Märkte

Schauen wir uns nun an, wie genau der Mysery Index funktioniert. Der Index sinkt, wenn entweder die Inflationsrate oder die Arbeitslosenquote nach unten geht oder wenn beide sinken. In diesem Fall, das zeigt die Vergangenheit, rennen die Aktien nach oben.

Der Mysery Index steigt hingegen, wenn entweder die Inflationsrate oder die Arbeitslosenquote in die Höhe geht oder beide steigen. In diesem Fall baissieren die Aktienmärkte.

Für Sie als Trader bedeutet dies, dass Sie mit dem Mysery Index ein sehr einfaches Werkzeug in der Hand haben, um die Grobrichtung für die Aktien einzuschätzen, denn die Arbeitslosenquote und die Inflationsrate finden Sie in jeder Tageszeitung. Täglich!

Mehr zu diesem Thema können Sie sich im heutigen Video ansehen.

26. Juli 2013

Heiko Seibel
Von: Heiko Seibel. Über den Autor

Jahrelang hat Chefanalyst, Diplom-Kaufmann und Master of International Economics Heiko Seibel in internationalen Brokerhäusern in Singapur und Hongkong gearbeitet und besucht noch heute regelmäßig Unternehmen in Südostasien. Sein Spezialbereich: CFDs.