Ein schlechtes Omen – Der Nasdaq schwächelt

Heute schauen wir uns den Nasdaq an, also amerikanischen Technologie-Index.

Der Nasdaq hat eine wichtige Bedeutung für das Gesamtbild der Aktienmärkte, denn er ist eine Art Risikomesser.

Wenn es nämlich dem Nasdaq gut geht, dann geht es normalerweise auch den breiten Aktienindizes gut. Umgekehrt trifft das allerdings nicht immer zu.

Die Schwäche des Nasdaq

Eins können Sie beim Blick auf den Chart ganz eindeutig erkennen: Der Nasdaq schwächelt im Moment.

Bereits seit 5 Tagen handelt er mit einer offenen Kurslücke (Gap) und zeigt damit, dass die Kaufleidenschaft der Bullen nicht mehr ganz so stark ausgeprägt ist wie noch vor ein paar Wochen.

Wenn offene Gaps nämlich nicht geschlossen werden, dann ist das ein Zeichen von Schwäche.

Auch die Fed-Minutes gestern brachten den Markt eher unter Druck und schickten ihn auf ein neues Monatstief. Die Fed-Minutes, also das Protokoll zur Notenbanksitzung, werden drei Wochen nach der Sitzung veröffentlicht.

Tipps für Trader

Für Sie ist es nun wichtig, den Bereich um 3.000 Punkte genau zu beobachten.

Handelt der Nasdaq in diesem Bereich, wo wir ebenfalls ein noch offenes Gap finden, bieten sich in Anbetracht der überverkauften Lage tatsächlich Trading-Longpositionen an. Das gilt zumindest kurzfristig.

Dann jedoch sollte sich schnell entscheiden, wohin mittelfristig die Reise der Tech-Aktien geht. Nachhaltige Preise unter 3.000 Punkten hätten eine weitere Verschärfung des Abwärtstrends zur Folge.

Achten Sie in den kommenden Tagen und Wochen also genauestens auf diese Zone, denn was nun beim Nasdaq passiert, wird vermutlich auch Folgen für den breiten Aktienmarkt mit sich bringen.

Übrigens: Sollten wir nachhaltig unter die 3.025 Punkte fallen, dann könnte man die Entwicklungen als Schulter-Kopf-Schulter-Formation einordnen – auch das wäre ein negatives Zeichen für den Nasdaq.

Mehr zu diesem Thema können Sie sich im heutigen Video ansehen.

22. August 2013

Heiko Seibel
Von: Heiko Seibel. Über den Autor

Jahrelang hat Chefanalyst, Diplom-Kaufmann und Master of International Economics Heiko Seibel in internationalen Brokerhäusern in Singapur und Hongkong gearbeitet und besucht noch heute regelmäßig Unternehmen in Südostasien. Sein Spezialbereich: CFDs.