Euro mit Korrekturpotenzial

Heute geht es im Trading Monitor um den Euro, der sich aktuell in einer interessanten Phase befindet.

Schwacher Euro beim Jahreswechsel

Der Euro hat seine erste Abwärtswelle offenbar hinter sich.

Wie Sie bereits kurz vor Neujahr an dieser Stelle erfahren haben, ist es nicht ungewöhnlich, dass der Euro über den Jahreswechsel schwächelt und in der Tat fiel die Einheitswährung von knapp 1,33 auf rund 1,30 binnen vier Handelstagen.

Kurzfristig scheint dies zu viel des Guten gewesen zu sein. Der Markt ist nun deutlich überverkauft – zumindest, was die kurzfristige Zeitebene betrifft.

Hinzu kommt, dass gegen viele Währungen kurzfristige Supports, wie z. B. die 50-Tagelinie erreicht sind. Auch das spricht für ein vorläufiges Ende der ersten Abwärtswelle.

Kurzfristiger Seitwärtstrend wahrscheinlich

Die Dynamik des Abschwungs hat den mittelfristigen Trend jedoch leicht nach unten gedreht, so dass sich per saldo ein Seitwärtsmarkt prognostizieren lässt.

Diese sollte, was den Euro gegen den US-Dollar betrifft, zwischen 1,30 und 1,325 laufen. Vermutlich wird sich danach aber der übergeordnete Abwärtstrend durchsetzen.

Günstige Voraussetzungen bei EUR/CAD und EUR/AUD

Werfen wir einen genaueren Blick auf die Währungspaare EUR/CAD und EUR/AUD. Beim Währungspaar EUR/CAD ist ein ähnliches Bild wie bei EUR/USD zu finden.

Auch hier ist der Kurs auf den 50-Tage-Durchschnitt aufgelaufen und der Markt ist deutlich überverkauft. Somit ist auch beim Euro gegen den Kanadischen Dollar ein Bounce, also eine Bewegung nach oben, nicht unwahrscheinlich.

Noch besser sehen die Voraussetzungen für den Euro gegen den Australischen Dollar aus, da dieser aktuell eher schwach ist.

Der Kurs ist auch hier im Bereich der 50-Tagelinie und es ist ein Dreifachboden zu erkennen. Deutlich weniger Potenzial hat der Euro allerdings gegen den momentan starken Neuseeland-Dollar.

Im Vergleich zu anderen Pärchen zeigt der Euro gegen den AUD und CAD also Anzeichen der relativen Stärke – Trader können hier in den nächsten Tagen einen Longplay spielen.

Vor allem gegen die schwächelnden Rohstoffwährungen könnte sich noch mehr als nur ein Bounce entwickeln. Das werden aber die kommenden Tage zeigen.

8. Januar 2013

Heiko Seibel
Von: Heiko Seibel. Über den Autor

Jahrelang hat Chefanalyst, Diplom-Kaufmann und Master of International Economics Heiko Seibel in internationalen Brokerhäusern in Singapur und Hongkong gearbeitet und besucht noch heute regelmäßig Unternehmen in Südostasien. Sein Spezialbereich: CFDs.