Euro zieht Kopf aus der Schlinge

Die aktuellen Entwicklungen rund um den Euro sind sehr interessant.

Im Video sehen Sie den Futures-Markt. Falls Sie sich eher den Kassamarkt anschauen: Die Preise sind praktisch identisch, es gibt keine großen Unterschiede.

Der Euro sprintet nach oben

Der Euro hat es wieder einmal geschafft. Nachdem in der letzten Woche noch alles nach einer breit angelegten Schulter-Kopf-Schulter-Formation und somit nach einem weiteren Kursabsturz aussah, zog der Euro gegen den US-Dollar im letzten Moment den Kopf aus der Schlinge und sprintete dynamisch nach oben.

Somit hat die Währung die Nackenlinie zwar wieder berührt, aber nicht nach unten durchbrochen – und das ist notwendig, um tatsächlich ein Signal zu generieren.

Nach 1,278 in der letzten Woche handelt der Markt nun bei 1,318. Diese Bewegung hat mittlerweile auch die 200-Tagelinie erreicht und per gestern hinter sich gelassen.

Das ist ein positives Zeichen, denn hierdurch dreht sich der Trend der Gemeinschaftswährung wieder nach oben.

Hinweise von den Indikatoren

Weitere Hinweise über die Entwicklungen beim Euro liefern auch die Indikatoren. Von der Saisonalität her haben wir beim Euro ein paar gute Tage hinter uns: Montag und Dienstag waren stark und der Mittwoch ist auch recht freundlich.

Auf kurze Sicht ist der Markt nunmehr leicht übergekauft, wobei im Zweifel auch 1,326 erreicht werden können. Hier liegt ein offenes Gap im Futures-Markt.

Spätestens hier sollte der Euro dann in eine Verschnaufpause eintreten und sich die wohlverdiente Abkühlung nach den zuletzt heißen Tagen holen.

Der Euro hat es also gerade noch so geschafft. Hätten wir nämlich die Nackenlinie nach unten durchbrochen, dann wären Kursziele in Richtung 1,20 zustande gekommen. Soweit ist es aber noch nicht. Es kann noch passieren, aber es muss nicht passieren.

Der Einfluss der Notenbanken

Denken Sie daran: Ben Bernanke spricht heute vor dem Wirtschafts- und Finanzausschuss im Kongress. Seien Sie also lieber etwas vorsichtig mit dem Forex-Handel.

Sie wissen es ja: Die Notenbanken haben im Moment einfach einen großen Einfluss auf das Marktgeschehen.

Auch wenn Bernanke nichts besonders Spektakuläres sagen sollte, wird der Markt dann doch etwas unberechenbar, es könnte also ungemütlich und sehr volatil werden.

Mehr zu diesem Thema können Sie sich im heutigen Video ansehen.

17. Juli 2013

Heiko Seibel
Von: Heiko Seibel. Über den Autor

Jahrelang hat Chefanalyst, Diplom-Kaufmann und Master of International Economics Heiko Seibel in internationalen Brokerhäusern in Singapur und Hongkong gearbeitet und besucht noch heute regelmäßig Unternehmen in Südostasien. Sein Spezialbereich: CFDs.