EURUSD mit Pausen weiter abwärts

Kurz vor Monatsende werfen wir heute einen Blick auf das Währungspaar Euro gegen US-Dollar.

Italiens Politik wirkt sich auf den Euro aus

In Italien gibt es ein Patt. Das Land scheint weiter unregierbar zu sein.

Das ist nichts grundsätzlich Neues, aber dennoch hat es dem Euro gereicht, um gegen sämtliche Währungen unter die Räder zu kommen.

Wie es für den Euro weitergeht…

Schauen wir uns die aktuelle Situation genauer an: Gegen den US-$ stürzte die Gemeinschaftswährung in der Spitze um mehr als 3 Cent nach unten, selbst die Psychomarke von 1,30 ist in greifbarer Nähe.

Rein charttechnisch gibt es derzeit wenig Hoffnung, dass die runde Marke halten wird. Der Markt ist bestenfalls kurzfristig überverkauft, hätte mittelfristig aber noch Platz nach unten.

Kommt es zu einem Bounce, dann steht im Bereich 1,315 der erste dicke Widerstand im Weg. Dieser sollte dann auch eine zuverlässige Shortchance bieten.

Im Bereich von 1,282 verläuft die 200-Tageslinie. In der Vergangenheit hat sie sich als zuverlässiges Auffangnetz erwiesen, so dass hier der Markt einen mittelfristigen Boden finden könnte.

Es ist also nicht unwahrscheinlich, dass der Markt in diese Richtung gehen wird. Der gestrige Tag mit einer sehr engen Handelsspanne ist in diesem Kontext vermutlich eher eine Art Zwischenstopp.

Saisonalität spricht gegen steigende Kurse

Werfen wir zuletzt noch einen Blick auf die Saisonalität. Diese macht nicht gerade viel Hoffnung und spricht in den kommenden Tagen klar gegen weiter steigende Kurse.

Der Wochenanfang war zwar saisonal noch freundlich, für den Rest der Woche ist der Markt aber generell schlecht unterstützt.

Es bleibt also spannend, wie genau es für den Euro in den nächsten Tagen und Wochen weitergehen und wie sich die Situation in Italien entwickeln wird.

Mehr zu diesem Thema können Sie sich im heutigen Video ansehen.

27. Februar 2013

Heiko Seibel
Von: Heiko Seibel. Über den Autor

Jahrelang hat Chefanalyst, Diplom-Kaufmann und Master of International Economics Heiko Seibel in internationalen Brokerhäusern in Singapur und Hongkong gearbeitet und besucht noch heute regelmäßig Unternehmen in Südostasien. Sein Spezialbereich: CFDs.