Fünf Methoden und fünf Kursziele für den S&P 500

Liebe Leser,

ich habe Ihnen heute eine fundamentalanalytische Einschätzung von Bewertungsmodellen mitgebracht, die Auskunft darüber geben, wie hoch es beim S&P 500 noch gehen kann – ganz nach dem Motto: 5 Analysen und 5 Meinungen.

Die Meinungen gehen auseinander

Wie die Meinungen an der Börse auseinandergehen können, wissen Sie wahrscheinlich nur zu gut, liebe Leser. Während die einen von einer Hyperinflation sprechen, sehen die anderen eine große Deflation aufziehen.

Noch interessanter wird es, wenn es um die Prognosen von Aktien oder Aktienindizes geht.

Während Marktanalyst A den S&P 500 vor dem Absturz auf 1.000 Punkte wähnt, sieht Marktanalyst B einen fairen Wert von 1.900 Punkten. Wie aber kommt es zu solchen teilweise krassen Differenzen?

Unterschiedliche Bewertungsmodelle als Basis

Die Antwort ist eigentlich ganz einfach. Es liegt an der Wahl der Bewertungsmodelle. Es gibt derweil mehrere Dutzend Verfahren, die Kursziele von Märkten anhand bestimmter Faktoren berechnen – unabhängig von der technischen Analyse.

Im Video können Sie sich genauer anschauen, wie fünf unterschiedliche Modelle die Zukunft des Index S&P 500 im Jahr 2013 bewerten.

Als Beispiel nehmen wir nun einmal das Fed-Modell. Es ist recht einfach und vergleicht die Bewertung von Anleihe- und Aktienmärkten anhand der Kurs-Gewinn-Verhältnisse (KGVs).

Demnach gilt ein Aktienmarkt günstiger bewertet als der Anleihenmarkt, wenn dessen KGV unter dem Anleihen-KGV liegt. Demzufolge müsste der S&P 500 auf 1.775 Punkte steigen.

Es gibt aber auch Modelle wie das zyklisch-adjustierte KGV-Modell, welches einen Indexstand von 1.445 Punkten ausweist.

Technische Analyse als ergänzende Methode

Die Frage, welches Modell gerade das richtige und korrekte ist, beantwortet wie immer der Markt. Nur er kann entscheiden, wohin die Reise geht – in Richtung des Fed-Modells oder in eine andere Richtung.

Letztlich dienen derlei Modelle einzig und allein als Blaupause. Sie geben eine Orientierung für die Marktteilnehmer, aber nicht mehr und nicht weniger.

Der Anleger sollte deshalb in jedem Fall die technische Analyse als ergänzende Analysemethode hinzunehmen. Nur sie gibt Aufschluss über die tatsächliche Richtung des Marktes.

Modell hin oder her: Der Markt hat immer Recht!

Mehr zu diesem Thema können Sie sich im heutigen Video ansehen.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei Ihren Trades! Haben Sie ein schönes und erholsames Wochenende!

Viele Grüße

Ihr Heiko Seibel

10. Mai 2013

Heiko Seibel
Von: Heiko Seibel. Über den Autor

Jahrelang hat Chefanalyst, Diplom-Kaufmann und Master of International Economics Heiko Seibel in internationalen Brokerhäusern in Singapur und Hongkong gearbeitet und besucht noch heute regelmäßig Unternehmen in Südostasien. Sein Spezialbereich: CFDs.