Gold auf der Klippe

Goldanleger haben derzeit wirklich nichts zu lachen.

Zwar werden von den „Goldbugs“, also den unverdrossenen Gold Fans, nach wie vor die gleichen Geschichten zum Edelmetall angestimmt, welche diesem einen mehrstelligen Kurszuwachs prognostizieren.

Allerdings sieht die Realität vollends anders aus, als die Geschichten vermuten lassen. Egal wohin man blickt, die Trends beim Gold zeigen nach unten!

Aufwärtstrendlinie wird getestet

Der Gold-Wochenchart zeigt die Entwicklungen des Edelmetalls über einen langfristigen Zeitraum hinweg.

Wichtig ist zunächst die langfristige Aufwärtstrendlinie, die seit dem Jahr 2008 den Goldpreisanstieg begleitet. Sie wird gerade intensiv im Bereich 1.660 USD getestet.

In jeder Woche steigt diese Aufwärtstrendlinie um einige Dollar. Würde der Trend auf Dauer anhalten, dann wären wir im März bereits bei einem Wert um die 1.790 USD.

Steigt Gold nicht binnen kurzer Zeit in Richtung 1.700 USD wird diese Linie nach unten gebrochen und somit ein strategisches Verkaufssignal generiert.

Schlechte Vorzeichen für Gold

Für Gold geht es bergab – darauf weist einiges hin: Der 62-Wochen-Durchschnitt wurde nach unten gebrochen, das ist ein Verkaufssignal langfristiger Natur.

Der Trendfolgeindikator MACD auf Wochenbasis zeigt nach unten und ist sogar kurz davor, seine „Null-Linie“ von oben nach unten zu kreuzen – auch das war in der Vergangenheit ein Vorbote von teils stark fallenden Kursen!

Im Jahr 2008 z. B. ging der Goldpreis deutlich in die Knie, nachdem der MACD Indikator die Null-Linie nach unten gebrochen hatte.

Beim Blick auf den Tageschart sehen wir, dass die 200-Tagelinie ebenfalls nach unten gebrochen wurde und der Markt sich an deren Rückeroberung gerade die Zähne ausbeißt.

Gold befindet sich aktuell eindeutig in einem Abwärtstrend – und das in einer eigentlich saisonal starken Phase. Im (trendtechnischen) Fazit steht Gold also auf der Klippe – ein Absturz ist eine Frage der Zeit!

Ein Blick auf die Vorbörse

Zuletzt noch ein kurzer Blick auf die Vorbörse: Die amerikanischen Indizes NASDAQ und S&P sind leicht im Plus. Ebenfalls positiv sieht es bei den Währungsmärkten aus. Insofern werden wir heute an den Aktienmärkten mit einem freundlichen Unterton starten.

9. Januar 2013

Heiko Seibel
Von: Heiko Seibel. Über den Autor

Jahrelang hat Chefanalyst, Diplom-Kaufmann und Master of International Economics Heiko Seibel in internationalen Brokerhäusern in Singapur und Hongkong gearbeitet und besucht noch heute regelmäßig Unternehmen in Südostasien. Sein Spezialbereich: CFDs.