Gold mit neuer Chance

Nach dem verlängerten Wochenende schauen wir uns nun wieder die Märkte an. Genauer gesagt geht es heute um den Goldpreis.

Aufgrund des Feiertags war der Handel am gestrigen Tag in Deutschland natürlich etwas gebremst – in den USA war gestern allerdings ein ganz normaler Handelstag.

Negative Tendenzen in der vergangenen Woche

Schauen wir uns zunächst einmal die Entwicklungen der vergangenen Woche an. Der Goldpreis tendierte in der letzten Woche trotz guter Vorgaben seitens der Setups negativ.

Gestern erfolgte dann praktisch der Test der bisherigen – und nach meiner Einschätzung nur temporären – Jahrestiefs im Bereich 1.330 US-$.

Danach erfolgte im Tagesverlauf eine starke Rallye, die nun auch charttechnisch einen positiven Fingerabdruck hinterlässt. Es entstand ein sogenannter Outside Bar, der den Markt sogar auf einem 3-Tages-Hoch schließen ließ.

Diese Entwicklung könnte nun der Auslöser für den Start einer Aufwärtswelle sein, die jetzt ansteht.

Indikatoren und Setup

Die Indikatoren wandern nun langsam vom unteren Extrembereich wieder nach oben und haben noch deutlich Platz für weitere Kursspielräume.

Soweit zum kurzfristigen Bild. Seitens des Setups liegt auch in dieser Woche ein freundlicher Rahmen vor. Ein Blick auf die COT-Daten zeigt ein deutlich positives Bild.

Die Kleinanleger sind sehr pessimistisch und die Commercials sind weiterhin Käufer. Der Index ist bei einem Wert von 100 – höher geht es nicht. Seit 52 Wochen hatten die Commercials keine so deutliche Longposition mehr inne.

Mein Proxy-Index ist oben im Bereich eines Preistiefs angekommen. Im Vergleich zu den Intermarkets ist der Goldpreis unterbewertet bzw. zu stark gefallen.

Weiterhin positives Setup erkennbar

Das positive Setup, welches auch schon letzte Woche erkennbar war, besteht also weiterhin. Das ist natürlich keine Garantie, dass der Kurs nach oben gehen wird, aber es ist deutlich, dass sich hier eine gewisse Energie aufgebaut hat, die sich dann auch entfalten kann.

Im Ergebnis meine ich also weiterhin, dass der Goldpreis bis deutlich in den mittleren 1.400er-Bereich Luft hat. Deshalb nach wie vor: kurzfristig Trading-Buy.

Seien Sie aber vorsichtig: Mittelfristig sieht es so aus, als ob die Kurse weiter nach unten gehen.

Mehr zu diesem Thema können Sie sich im heutigen Video ansehen.

21. Mai 2013

Heiko Seibel
Von: Heiko Seibel. Über den Autor

Jahrelang hat Chefanalyst, Diplom-Kaufmann und Master of International Economics Heiko Seibel in internationalen Brokerhäusern in Singapur und Hongkong gearbeitet und besucht noch heute regelmäßig Unternehmen in Südostasien. Sein Spezialbereich: CFDs.