Gold mit Regimewechsel

Heute geht es um einen Markt, der im Jahr 2013 besonders spannend ist: den Goldmarkt.

Am Goldmarkt sieht es düster aus…

Da braut sich was zusammen am Goldmarkt! Der Blick auf den Wochenchart lässt jedenfalls nichts Gutes erahnen – und das aus vielerlei Hinsicht. Einiges deutet darauf hin, dass der übergeordnete Trend nach unten geht.

In der letzten Woche wurde die 60-Wochen Durchschnittslinie nach unten gebrochen. Seit dem Jahr 2000 war dies nur während des Crashs im Jahr 2008 der Fall, im Laufe der Hausse wurde selbige mehrmals erfolgreich getestet.

Aktuell hat der Markt Probleme, diese Linie zu halten. Außerdem ist festzustellen, dass die Durchschnittslinie langsam aber sicher waagerecht wird bzw. sich sogar nach unten neigt und nicht weiter ansteigt.

Das ist ein Zeichen für einen Regimewechsel – der Goldmarkt hat also den intakten Aufwärtstrend verlassen und wird in einen Abwärtstrend münden.

Solange diese Durchschnittslinie nicht zurückerobert wird und solange diese Linie nicht steigt, müssen wir also davon ausgehen, dass sich Gold in einem Abwärtstrend befindet.

Aufwärtstrendlinie nach unten verlassen

Auf einen Abwärtstrend deutet noch mehr hin: Eine Aufwärtstrendlinie mit insgesamt 4 Auflagepunkten wurde nun nach unten verlassen.

Die Rallye 2012 muss man in diesem Zusammenhang als Korrektur (Pullback) werten, da sie just an der gebrochenen Aufwärtstrendlinie stoppte.

Wenn Trendlinien gebrochen werden, sind Pullbacks kein seltenes Phänomen – wir sehen es oft in Tages- oder Stundencharts. Meist fällt der Kurs nach unten, um dann zurück an den gebrochenen Trend zu laufen – die Trendbestätigung steht aus. Insofern ist dieser Pullback bärisch zu werten.

Absteigendes Dreieck: Gipfelbildung wahrscheinlich

Außerdem schreit der Goldpreis formationstechnisch nach einer Gipfelbildung in Form eines absteigenden Dreiecks. Auch dieses Muster ist – die Nasdaq aus dem Jahr 2000 lässt grüßen – ein oberes Wendemuster – und was für eins!

Sollte der Goldpreis nämlich unter die Bastion von 1.530 US-$ fallen, dann drohen Kursverluste, die locker in Richtung 1.100 US-$ gehen können.

Der Goldpreis hat also sein altes Regime Aufwärtstrend längst verlassen und handelt im Bärenmarkt. Leider haben das bist jetzt nur wenige Marktteilnehmer gemerkt. Anleger sollten die Lage also genau beobachten und vorsichtig handeln.

Mehr zu diesem Thema können Sie sich im heutigen Video ansehen.

20. Februar 2013

Heiko Seibel
Von: Heiko Seibel. Über den Autor

Jahrelang hat Chefanalyst, Diplom-Kaufmann und Master of International Economics Heiko Seibel in internationalen Brokerhäusern in Singapur und Hongkong gearbeitet und besucht noch heute regelmäßig Unternehmen in Südostasien. Sein Spezialbereich: CFDs.