Gold nun wieder nach Süden

Die neuen COT-Daten sind nicht besonders aussagekräftig. Daher lohnt sich heute zum Start in die neue Woche eher ein Blick auf die Entwicklungen beim Gold.

Goldpreis legte in den letzten Tagen zu

Der Goldpreis konnte in den letzten Tagen wieder deutlich zulegen – in der Spitze gar um 150 US-$, was auf die Dramatik des Gold-Crash in der zweiten Aprilwoche hinweist.

Von Seiten der Commercials, also den Großanlegern an den amerikanischen Terminbörsen, erhält der Goldpreis durchaus Unterstützung: Sie sind nach wie vor long. Allerdings ist die Gesamtkonstellation weniger bullisch als noch vor einer Woche.

Schwäche beim Gold

Rein markt- und charttechnisch sollte sich der Goldpreis nun wieder von der schwächeren Seite zeigen, er hat nicht mehr allzu viel Raum nach oben.

Vergessen wir nicht, dass der Trendpfeil dynamisch nach unten zeigt und Gold in einem neuen Volatilitätsregime steckt. Das heißt also, dass der Goldpreis wohl viel stärker hin und her schwanken wird als noch vor einem Monat.

Chancen für Trader

Im Bereich von 1.460/1.470 US-$ befinden sich zwei Trendwiderstände. Hier notiert der Goldpreis aktuell und hier sollte der Markt nun eigentlich wieder abdrehen.

Am Freitagabend zeigte der Goldpreis deutlich Schwäche, was gut auf dem Stundenchart erkennbar ist. Der Preis tauchte schnell und stark ab: Binnen kurzer Zeit verlor Gold 20 US-$. Jetzt sind wir auch hier wieder in einer Art Pullback-Bewegung.

Eine Shortposition in diesem Bereich ist sicherlich keine schlechte Idee, da auch die Indikatoren (Intermarkets, COT) deutlich übergekauft sind und dem Markt ein schwaches Setup verleihen.

Ein Einstieg auf der Shortseite könnte nun sinnvoll sein, wenn wir das Tief bei 1.447 unterschreiten oder – etwas spekulativer – wenn wir das Overnight-Tief bei 1.461 erreichen.

Der Goldmarkt ist also ein aktuell sehr interessanter Markt und bietet für Trader kurzfristige Chancen auf der Shortseite.

Wichtig ist aber auf jeden Fall, dass Sie die Positionen weit absichern. Insofern sind in der aktuellen Situation kleinere Positionsgrößen sinnvoll, da der Preis durchaus nochmal ein bis zwei Tage in Richtung 1.500 US-$ laufen kann.

Mehr zu diesem Thema können Sie sich im heutigen Video ansehen.

29. April 2013

Heiko Seibel
Von: Heiko Seibel. Über den Autor

Jahrelang hat Chefanalyst, Diplom-Kaufmann und Master of International Economics Heiko Seibel in internationalen Brokerhäusern in Singapur und Hongkong gearbeitet und besucht noch heute regelmäßig Unternehmen in Südostasien. Sein Spezialbereich: CFDs.