Gold vor Bounce!

Heute geht es um den Goldmarkt. Besonders interessant sind die Hinweise, die die COT-Daten liefern.

Kurzfristig Entspannung am Goldmarkt

Der Goldmarkt ist wieder in aller Munde. Diesmal sprechen einige Banken, wie zuletzt die Société Générale (SocGen), von dem Abgesang.

Das tue ich auch und da erzähle ich Ihnen nichts Neues, aber kurzfristig glaube ich an eine Entspannung. Der Grund sind die COT-Daten vom Wochenende.

Zwar bauen die Commercials Longbestände weiter ab, aber sie nehmen keine Shorts ins Depot. Auch die wenig informierten Privatanleger bauen Bestände ab. Das ist gut so.

Die so genannten Large-Trader (hierzu zähle ich Hedgefonds und größere Tradingfirmen) kaufen jedoch und setzen auf einen Bounce beim Edelmetall.

Proxy-Indikator fasst COT-Daten zusammen

Das Verhalten dieser 3 Gruppen von Investoren habe ich in einem Indikator zusammengefasst. Wenn dieser Indikator oben ist, dann ist der Goldpreis in der Regel auch oben.

Dies gilt auch umgekehrt: Befindet sich der Indikator unten, dann ist meist auch der Goldpreis unten. Laut diesem Indikator ist der Markt also aktuell unten. Er zeigt somit an, dass Gold jetzt eigentlich drehen müsste.

Tageschart: Falscher Ausbruch nach unten

Soweit das Setup. Wie aber sieht der Tageschart aus, der uns den Trigger für den Trade liefert?

Gut, denn die frischen Jahrestiefs wurden eben nicht durch Anschlussverkäufe bestätigt, sondern durch Käufe „gekontert“.

Tatsächlich sieht es so aus, als ob einige Marktteilnehmer nur die Stopp-Order abräumen wollten, die unter den Tiefs vom Februar lagen. Der Markt jedenfalls zog dynamisch an.

Es sieht meines Erachtens danach aus, dass es hier einen falschen Ausbruch nach unten gegeben hat. Und das ist bullisch.

Für mich sind daher kurzfristige Rücksetzer im Goldmarkt jetzt Kaufgelegenheiten in Richtung 1.620/40 US-$. Und ja: Unter 1.540 US-$ sollte Gold nun wirklich nicht mehr fallen.

Für Sie als Trader ist der Goldmarkt also in den nächsten Tagen und Wochen ein durchaus interessanter Markt, bei dem sich einige Chancen ergeben könnten.

Mehr zu diesem Thema können Sie sich im heutigen Video ansehen.

9. April 2013

Heiko Seibel
Von: Heiko Seibel. Über den Autor

Jahrelang hat Chefanalyst, Diplom-Kaufmann und Master of International Economics Heiko Seibel in internationalen Brokerhäusern in Singapur und Hongkong gearbeitet und besucht noch heute regelmäßig Unternehmen in Südostasien. Sein Spezialbereich: CFDs.