Gold weiter in dunklen Wolken

Kurz vor dem Monatsende schauen wir uns heute die Entwicklungen am Goldmarkt an.

Goldpreis erholte sich etwas

Der Goldpreis konnte in den letzten Tagen deutlich zulegen. Kein Wunder, denn nach der historischen Tracht Prügel für die Bullen war eine Erholung technisch und psychologisch gesehen längst überfällig.

Wir sind jetzt etwa 140 US-$ vom Tief entfernt. Das hört sich nach einem großen Unterschied an, ist aber nicht viel, wenn man bedenkt, wie viel der Goldpreis vorher verloren hat.

Technisch gesehen positiv ist, dass Gold den Widerstand bei 1196 positiv getestet hat. Allerdings lauert der nächste Widerstand erst deutlich weiter unten im Bereich 1025.

Von einer Trendwende ist keine Spur in Sicht. Der Markt wurde zuletzt zwar seitens der Commercials (also der großen Marktteilnehmer) akkumuliert, aber wie die letzten Monate gezeigt haben scheinen die Commercials ihre Kraft verloren zu haben, wenn es darum geht die Kurse zu bewegen.

Erste Bremsspuren sind sichtbar

Der Chart hinterlässt schon wieder die ersten Bremsspuren. Der gestrige Abverkauf von mehr als 20 US-$ in der Spitze ist zum Beispiel ein solches Zeichen.

Die ersten Indikatoren drehen außerdem schon wieder und nach wie vor liegt die Dynamik des Trends auf der Unterseite.

Vergessen wir jedoch nicht, dass der Monatswechsel ansteht. Dieser verläuft in der Regel positiv. Shorts bieten sich daher erst ab der kommenden Woche an.

Bis dahin können spekulative Trader auf einen Bounce in Richtung 1350 US-$ setzen – oder besser gesagt: darauf hoffen.

Es bleibt also weiterhin interessant, wie genau es mit dem Goldpreis weitergeht. Insgesamt war das, was wir beim Gold beobachtet haben, doch wohl eher ein Sturm im Wasserglas und keinesfalls eine Trendwende. Strukturell hat sich nämlich nicht wirklich etwas verändert.

Wir sind nach wie vor in einer schwierigen Situation. Etwas nach oben kann es für den Goldpreis schon noch gehen, doch das Potenzial liegt deutlich auf der Unterseite.

Mehr zu diesem Thema können Sie sich im heutigen Video ansehen.

25. Juli 2013

Heiko Seibel
Von: Heiko Seibel. Über den Autor

Jahrelang hat Chefanalyst, Diplom-Kaufmann und Master of International Economics Heiko Seibel in internationalen Brokerhäusern in Singapur und Hongkong gearbeitet und besucht noch heute regelmäßig Unternehmen in Südostasien. Sein Spezialbereich: CFDs.