Goldmarkt zunehmend schwächer

Nachdem meine Silber-Warnung gestern zum exakt richtigen Zeitpunkt kam (in der Spitze minus 2 USD beim weißen Metall) sehen wir uns heute den Goldpreis an. Der Markt zeigt zunehmende interne Schwäche!

Der Bullenmarkt beim Gold nähert sich vermutlich seinem Ende

Die Formation seit dem Sommer 2011 kann man fast nicht mehr als Konsolidierungsformation bezeichnen.

Derlei Formationen haben trendbestätigenden Charakter und würden im Falle des Goldpreises weiter steigende Kurse nach sich ziehen.

Die Formation beim Goldpreis macht mir zunehmend den Eindruck einer riesigen oberen Wendeformation mit einer schier unglaublichen Implikation: Der Bullenmarkt beim Gold nähert sich seinem Ende – mit großen Schritten.

Fällt der Goldpreis ins Bodenlose?

Selbst ein Überschreiten der charttechnisch wichtigen Marke von 1.800 USD, was im Hinblick auf die saisonal positiven Voraussetzungen nicht unwahrscheinlich ist, würde für mich eine Verkaufsgelegenheit bedeuten.

Mittelfristig dreht sich alles um die Marke von 1.680 USD – sie „muss halten“, ansonsten geht der Goldpreis noch vor Weihnachten in den Freefall über.

Der Preis würde dann wohl zunächst unter die Aufwärtstrendlinie und schließlich auch unter die waagerechte Unterstützungslinie im Bereich 1.550 fallen.

Vorsicht bei Gold-Investments – Auflösen oder absichern

Bei Gold sollten Sie also im Moment sehr vorsichtig sein. Eventuell ist es sinnvoll, bereits bestehende Investments aufzulösen.

Wenn Sie sich entscheiden, weiterhin bei Gold zu bleiben, dann sollten Sie Ihre Investments zumindest strikt absichern.

Goldpreis schwächelte gestern

Aber gerade der gestrige Tag macht mir Sorgen. Der Goldpreis schwächelte und auch die Indikatoren zeigen: Der Trend ist negativ. Der Markt ist im Vergleich zum US-Dollar wieder überbewertet.

Derlei Schwächeanzeichen nach einem technischen Ausbruch nach oben, den die Edelmetalle letzten Freitag vollzogen haben, sind klar bärisch.

Es kann also sein, dass die große Bewegung bereits begonnen hat. Kurzfristig könnte der anstehende Monatswechsel beflügeln, die Kurse sollten jedoch unterhalb von 1.730 USD bleiben.

Reversal beim S&P

Auch die gestrige Entwicklung beim S&P ist interessant. Hier war nämlich ein starkes Reversal zu sehen.

Es ist gut vorstellbar, dass der S&P auch in den nächsten ein bis zwei Tagen weiter freundlich verläuft.

Mehr zu diesem Thema können Sie sich im heutigen Video ansehen.

29. November 2012

Heiko Seibel
Von: Heiko Seibel. Über den Autor

Jahrelang hat Chefanalyst, Diplom-Kaufmann und Master of International Economics Heiko Seibel in internationalen Brokerhäusern in Singapur und Hongkong gearbeitet und besucht noch heute regelmäßig Unternehmen in Südostasien. Sein Spezialbereich: CFDs.