Goldpreis tut sich weiter schwer

In der heutigen Ausgabe geht es um den Goldpreis.

Es ist ein einziges Trauerspiel, was sich da aus langfristiger Perspektive abspielt, das erkennt man auf den 1. Blick.

Reaktion auf Bernankes Statement

Anlegern von Gold steht nach wie vor die Verzweiflung ins Gesicht geschrieben. Egal, was passiert, der Goldpreis kommt einfach nicht mehr hoch.

Auch gestern gab es eigentlich gute Gründe dafür. So hat sich Fed-Chef Bernanke einmal wieder alle Optionen beim Thema Gelddrucken offengehalten.

Aber Gold fiel von der 1.300er-Sehnsuchts-Marke um mehr als 25 US-$. Da stellt sich die Frage, was mit Gold passiert, wenn es wirklich einmal schlechte Nachrichten gibt?

Korrektur-Bewegung beim Gold

Technisch ist die Bewegung zuletzt unzweideutig als korrektiv einzuordnen. Das zeigt sich bei einem Blick auf den ADX-Indikator.

Es sieht derzeit also klar danach aus, dass der Trend auf den mittelfristigen Zeitebenen weiter deutlich nach unten gerichtet ist.

Ergo wird es in absehbarer Zeit auch weitere Tiefs geben, die den Goldpreis in Richtung 1.000 US-$ oder sogar darunter führen werden.

Es kann aber gut sein, dass die Korrektur vorher noch ein Stück weiterläuft; etwa bis zur Ausbruchslinie bei ca. 1.340/1.350. Ob er diese aber tatsächlich erreicht, bleibt abzuwarten.

Die Goldminen-Aktien und die Saisonalität

Unterstützung von den Goldminen-Aktien gibt es keine; Sie treten nach dem Zusammenbruch auf der Stelle.

Nach einer leichten Bodenbildung ist der Kurs des Goldminen-Index HUI gestern wieder nach unten gelaufen.

Auch hier sind wir in einer Phase des dynamischen Abwärtstrends. Insofern ist es auch bei den Goldminen nach wie vor schwierig bis unmöglich, einen Trendwechsel festzustellen.

Schauen wir uns zuletzt noch die Saisonalität an: Auch diese zeigt keine langfristige Unterstützung für Gold.

Die Saisonalität ist zwar bis September nach oben gerichtet, dann weist sie aber wieder scharf nach unten. Spätestens dann sollte also für Gold der nächste Kurssturz auf dem Programm stehen.

Mehr zu diesem Thema können Sie sich im heutigen Video ansehen.

18. Juli 2013

Heiko Seibel
Von: Heiko Seibel. Über den Autor

Jahrelang hat Chefanalyst, Diplom-Kaufmann und Master of International Economics Heiko Seibel in internationalen Brokerhäusern in Singapur und Hongkong gearbeitet und besucht noch heute regelmäßig Unternehmen in Südostasien. Sein Spezialbereich: CFDs.