Gute (Euro-)Stimmung

Heute schauen wir uns den Euro-Markt an. Insgesamt hält sich der Euro in diesen Tagen wacker.

Euro etwas schwach gegen den Yen

Zwar schwächelt die Gemeinschaftswährung leicht gegen den Yen, aber wir jammern hier auf wirklich hohem Niveau. Die Marke von 130 stellt hier neben der psychologischen Relevanz nun auch eine technische Barriere dar.

Kurzfristig bahnt sich hier mit dem Blick auf die abnehmende Vola eine größere Bewegung an. Außerdem ist der ADX-Indikator, ein Trendintensitätsmesser, aktuell im Extrembereich und deutet somit auch daraufhin, dass eine deutliche Bewegung bevorsteht.

Allein die Richtung, in die diese Bewegung gehen wird, ist noch offen. Insofern bietet sich also ein Breakout-Trade an: long über 130, short unter dem gestrigen Tagestief bei rund 128,45.

Stärke des Euros im Vergleich zum Dollar

Auch gegen den Dollar macht der Euro eine gute Figur. In den letzten Tagen und Wochen hat sich eigentlich gar nicht so viel getan.

Die Marke von 1,30 wurde nun mehrmals von oben getestet und hat aus Sicht der Euro-Bullen wunderbar den Angriffen der Bären standgehalten. Gestern waren wir zwar kurz unter dieser Marke, aber wir befinden uns nach wie vor in einem Aufwärtstrend.

Der ADX-Indikator zeigt nach unten. Das bedeutet, dass sich der Trend gerade abschwächt.

Hier kann man auch erkennen, dass der übergeordnete Trend noch immer aufwärts läuft: Der kurzfristige Aufwärtstrend ist nämlich von einem steigenden ADX-Indikator begleitet worden.

Insgesamt sieht die Bewegung seit 1,33 korrektiv aus und sollte dem Euro eher Kraft für eine weitere Rallye verleihen. Eine Schwächung ist eher unwahrscheinlich.

Antizyklische Einstiegsgelegenheiten

Im Bereich von 1,2910 läuft auch die 200-Tagelinie, deren unterstützende Kraft ich als massiv ansehe.

Sollte der Euro also noch einmal unter das Level von 1,30 abtauchen, dann bieten sich hier antizyklische Einstiegsgelegenheiten.

Meine beiden Regressionsindikatoren laufen langsam zusammen, was für mich heißt, dass es bald vermutlich zu einer Bodenbildung kommen wird. Insofern ist die Stimmung beim Euro moderat, aber keinesfalls schlecht oder besorgniserregend.

Eher untypisch: Schulter-Kopf-Schulter-Formation

Strategisch trübt sich beim Euro erst unter 1,28 das Bild, dann könnte sich eine Schulter-Kopf-Schulter-Formation mit Beginn im Oktober 2012 entwickeln. Diese Entwicklung wäre aber eher untypisch.

Falls sich die Lage doch so entwickeln sollte, wäre auch das Kurs(verlust)potenzial erheblich. Aber noch ist es nicht soweit.

Mehr zu diesem Thema können Sie sich im heutigen Video ansehen.

24. April 2013

Heiko Seibel
Von: Heiko Seibel. Über den Autor

Jahrelang hat Chefanalyst, Diplom-Kaufmann und Master of International Economics Heiko Seibel in internationalen Brokerhäusern in Singapur und Hongkong gearbeitet und besucht noch heute regelmäßig Unternehmen in Südostasien. Sein Spezialbereich: CFDs.