Rückblick INVEST 2013: Morrien und Hannich über die Zukunft der Börse

Das Thema Geldanlage zieht noch immer viele Besucher an. Das ist ein Fazit der INVEST 2013, der größten deutschen Anlegermesse mit mehr als 12.000 Besuchern an zwei Messetagen.

Besonderes Highlight auch 2013: Das Streitgespräch der GeVestor-Experten Rolf Morrien und Günter Hannich.  Die Sitzplätze an der Bühne reichten nicht aus und viele der mehreren hundert Zuschauer begnügten sich mit Stehplätzen auf den Gängen.

Morrien und Hannich bewerten aktuelle Lage sehr unterschiedlich

Wie auch schon in den Vorjahren gingen die Meinungen von Rolf Morrien und Günter Hannich weit auseinander:

Während Morrien anhand vieler Beispiele 2013 eine Inflationsgefahr sieht, stellt sich die Lage für Günter Hannich ganz anders da: „Wir werden eine Deflation erleben – und die ist sehr viel schlimmer als eine Inflation.“

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Zudem bezeichnete Hannich „Immobilien als eines der gefährlichsten Investments.“ Das führt der Krisenexperte auf die guten Zugriffsmöglichkeiten durch den Staat zurück. So hat es in vielen Krisenländern schon jetzt eine Immobiliensteuer gegeben.“

Grundsätzlich erwartet Hannich wegen der mächtigen Schulden einen Zusammenbruch des Finanzsystems, so wie wir es aktuell kennen. Rolf Morrien ist da deutlich optimistischer.

Er erwartet fünf gute Jahre an den Börsen, da wir aktuell von einer Übertreibung – vor allem auch am deutschen Aktienmarkt – weit entfernt sind. „Wenn der DAX ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von 20 hat, ist es Zeit zu verkaufen. Doch davon sind wir noch weit entfernt“, sagte Morrien.

Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.